Am Karfreitag wurde ich von meinen Schwägern, alles Hoffe-Fans noch als Osterlamm betrachtet, das der TSG mal wieder drei Eier ins Punktenest legen sollte. Ich zog mich auf die Position von Sepp Herberger zurück, der einmal sagte: „ Das spannende am Fußballspiel ist, das niemand vorhersagen kann wie es ausgeht“.
So marschierte ich optimistisch mit der Hoffnung auf einen Punkt ins Stadion. Die Gästetribüne war zu meiner Freude voll besetzt und erzeugte eine tolle Akustik.
Die TSG legte los wie die Feuerwehr aber ohne Torerfolg. Leider musste Epalle nach 10 Minuten mit Jochbeinbruch ausgewechselt werden. Nach ca. 30 Minuten konnte sich der VfL befreien und hatte auch Möglichkeiten. Kurz vor der Halbzeit konnte dann Sestak zum 0:1 vollstrecken. Akustisch hatten nun die VfL-Fans das Stadion im Griff.
Als kurz nach Seitenwechsel das 0:2 fiel, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Die Nerven lagen bei der TSG blank. Um meinen Platz herum wurde es immer ruhiger. Der Platzverweis von Eduardo gab mir dann das Gefühl, das der VfL drei Auswärtspunkte einfahren würde. Als auch noch der Torwart Haas die rote Karte sah, war alles klar. Die TSG stürmte aber unverdrossen weiter und kassierte dann auch noch das 0:3, wieder durch Sestak. Nach dem Spiel wurde der VfL von seinen Fans in der Gästekurve gefeiert und die Spieler haben sich auch bedankt.
Also Sestak habe ich die Tore gegönnt, da er ja schon fast aus der Stammelf weg war. Dem VfL fehlen noch zwei Siege zum Klassenerhalt. Den Spielern um Fuchs ist dies sicher zuzutrauen.
Vielleicht gelingt ja ein Sieg gegen den BVB, obwohl das eine Nummer schwerer wird, trotz Heimvorteil.
Gruß carround
