Louis van Gaal – Der Richtige für den FC Bayern?

Bäm Man am 25. Oktober 2009

Während vor 3 Monaten noch spekuliert wurde, kann man nun die erste Bilanz ziehen, um entscheiden zu können, ob es nun richtig war oder nicht. Ich muss sagen, es ist nicht wirklich kompliziert, aber anstrengend ooooohne Ende. Jeder Lehrer will was von mir, glaubt/verlangt von mir ich würde mir für seinen Unterricht besonders viel Mühe machen – dabei habe ich die 12 Jahre zuvor versucht den gegenteiligigen Eindruck zu vermitteln – und private Dinge dürfen ja auch nicht zu kurz kommen, wobei gerade dort viele Dinge federn lassen. Erst jetzt muss ich sagen, Filme wie “Click” (mit Adam Sandler) verstehen zu können, was deren Aussage betrifft…

Nun ja, hier sitze ich nun endlich in den Herbstferien und frage mich ob sich der Herr Van Gaal ebenso die Nächte um die Ohren schlägt, so wie ich das tue… Und hier gilt auch Die Spekulationen und Vermutungen haben ein jähes Ende gefunden und man kann die ersten Bilanzen ziehen.

Folgende hinterlassen bei den Bayern nämlich einen sehr faden Nachgeschmack, falls sie ohnehin nicht zu verbittert sind. Nach dem 10. Spieltag auf dem 6.Tabellenplatz entspricht weder der Zielsetzung der Bayern in der Liga, noch die Niederlage gegen Bordeaux die in der Champions League. Doch fangen wir erstmal von vorne an:

Als bekannt wurde, dass Louis van Gaal der neue Trainer des Deutschen Rekordmeister wurde, musste ich erstmal zugeben den Mann nirgendwo in die endlosen Leere, die sich mein Kopf nennt, einordnen zu können, ohne sicher zu sein, dass das stimmte. Durch den Medientrubel hingegen konnte ich mir – wie wohl jeder andere Fußball-Interessierte auch – schnell ein Bild von dem Mann mit den bekannten Ecken und Kanten machen. Genauso kann ich jetzt auch von mir behaupten von Anfang an skeptisch gewesen zu sein, was zwar nicht gelogen wäre, doch eher daran liegt, dass – wie die Vergangenheit mich gelehrt hat – es besser ist nicht allzu schnell seine Meinung in den Lauf zu schieben, um dann damit loszuschießen. Skepsis hingegen gab es bei mir nicht allzuviel, eher Vorfreude auf die Saison und dem Beobachten des stetigen Verlaufs der Bayern in dieser Saison.

Als dann die Bombe platzte und bekannt wurde, dass die Bayern Arjen Robben verpflichtet haben, befürchtete ich die allzu bekannte Bayern-Dominanz der letzten Jahre/zehnte  nur mit dem Unterschied eines ungeheuren, attraktiven Fußballstils.  Der Niederländer – ungemein offensiv-stark, beidfüßig und auf beiden Flügeln einsetzbar – schien nicht nur eine Ergänzung sondern viel eher eine Bereicherung des Spiels der Bayern sowie der Bundesliga zu werden. Zusammen mit Frank Ribery sollte er – wie die Presse schon schrieb – die Gegner in die Zange nehmen und sie zermürben. Doch aus dem Nussknackerprinzip wurde nichts – was mehr an den Verletzungen beider Spieler, als an der Kompetenz lag.

Desweiteren mit einem SUPER-Sturm (Gomez, Toni, Klose,Olic) so wie die Bayern ihn hatten, befürchteten wohl die anderen 17 Teams der Bundesliga, dass es Gegentore hageln wird. Doch auch dazu kam es nicht… Was zum Teil auch nicht an Van Gaal lag. Dennoch bin ich kein Freund von dem Niederländer und ich werde auch erläutern wieso…

(Wär ja lustig wenn nicht…)

Das erste Spiel Robbens und Riberys – gegen den BVB in der 80.000er-Hochburg und das hatten sie 5:1 gewonnen. Das System des Nussknackers ging auf und die Dortmunder wurden in Einzelteile zerbrochen liegen gelassen. Nach den Anlaufschwierigkeiten – doch dem Kantersieg gegen den Deutschen Meister und dem BVB schien es klar zu sein – sie werden wieder Meister. Doch es sollte anders kommen: Nach dem auch das Spiel gegen Nürnberg knapp gewonnen wurde, hagelte es eine Niederlage gegen den HSV und dem damit bisherigen Titelanwärter. Das Spiel gegen Köln war im Anschluss eine Nullnummer.

Währenddessen gab es viele interne Auseinandersetzungen bei den Bayern: Luca Toni wurde  zu Mehmet Scholl verbannt, der auch nicht so recht was mit dem Italiener anzufangen wusste, Ribery war für die Bayern zu krank, doch für die Franzen-Nationalmannschaft stand er auf dem Platz, Rensing hat in Butt seinen neuen Kahn gefunden und Gerüchte um eine Verpflichtung Manuel Neuers fanden keinen Abriss. Desweiteren wurde Gomez nur noch ab dem 6.Spieltag eingewechselt, Tymoshchuk ist mit seinen 11.Millionen Euro eine recht seltsame Art Geld auf die Bank anzulegen, Klose hat noch kein Ligator erzielt und und und… Die Makelliste ist lang und fand nach der Niederlage gegen Bordeaux in ihrer Summe den Höhepunkt…

An den vielen Verletzungen trägt Van Gaal keinen Anteil – das steht außer Frage – doch wo hat der Mann schuld? Viel lässt sich ihm nicht vorwerfen, bis auf recht eigenwillige Personalentscheidungen: Luca Toni, der für mich – Italiener hin oder her (das macht ihn nicht zwangsläufig zu einem schlechteren Menschen) – einfach in die Stammelf der Bayern gehört, durfte sich erst wieder an die Mannschaft “herantasten”, wohingegen Miroslav Klose gleich im Kader der Profis stand. Die Sache ist nur Folgendes: Der Herr van Gaal, der beklagt, “dass sich die Welt mehr auf die Personen, als die Fakten richtet”, scheint auf seinem Laufzettel folgende Fakten nicht zu Stehen gehabt haben: Bei einem Torverhältnis in den Pflichtspielen der vorletzten und letzten Saison zwischen Toni und Klose, entscheidet der Italiener das Duell mit 17 Toren Vorpsrung (57 zu 40) eindeutig für sich und steht dem selbstlosen Miro, was die Assist betrifft, in keinster Weise nach. Daher ist die Ausbotung des Italieners selbst nach der Begründung Van Gaals für mich in keinster Weise nachvollziehbar, als dieser sich über die Kritik an der eigenen Person rechtfertigte…

Ein weiteres Problem ist für mich der gute, alte Gomez. Bis auf die Tatsache, dass viele Spieler, die von Stuttgart kommen nach einer Weile unter einer unbekannten Krankheit leiden, die zum Chancentod führt (siehe Kuranyi), ist der 30-Mille-Mann vom Neckar keine sehr große Bereicherung für das Spiel der Münchener. In der Nationalmannschaft hat der Halbspanier schon oft genug seine schlechte Chancenauswertung bewiesen und da fragt man sich, ob es den Bayern echt 30 Millionen Euro wert war sich das mit anzuschauen? Und diese besagte Summe lässt man auch nicht auf der Ersatzbank schmoren, schon gar nicht wenn sie zur Verfügung steht. Mit 6 Toren in 15 Spielen rechtfertigt das zwar die Summe noch nicht, aber immerhin den Transfer. Bis auf meiner allgemeingültigen Meinung, dass diese Personalie wohlmöglich die teuerste Fehlentscheidung dieses Jahres war (mal sehen wie sich Ronaldo macht) ist das den Bayern nicht vorzuwerfen, dass sie ihr Geld aufs Spielfeld schicken. Man kauft ja schließlich keinen blutjungen Verteidiger für 12 Millionen Euro, um dann zu behaupten, dass aus dem Jungen nächstes Jahr etwas wird, eher dieser 3 Jahre später gerade mal 13 Pflichtspiele gemacht hat, ne? :)

Nichtsdestotrotz knüpft das an den Absatz zuvor wunderbar an, dass van Gaal – wahrscheinlich unter dem Druck des Vorstandes und der Medien – die falschen Personalentscheidungen trifft und sich das selbstverstänlich sowohl im Ergebnis, als auch in der Atmosphäre im Verein selbst äußert.

Und DAS ist auch das Letzte, das mir gerade einfällt, ehe ich zum Schluss komme, um morgen nochmal alles zu lesen und sämtliche Rechtschreibfehler zu tilgen: der Umgang des Trainers mit den Spielern. Punkt! Natürlich, sehr viel kann ich dazu nicht sagen, ich bin weder Spieler noch interner Mitarbeiter bei den Bayern und sollte daher einer sehr distanzierte Aussage zu dem Thema treffen. Doch das Gewitter der Bayern zog auf schnelle Wege bis in die Medien. Vor allem das Theater zwischen van Gaal und Ribery ist ein Beispiel für die “gewisse Blockade bei den Spielern”, wie Ribery es beschrieb. Vielmehr beschreibt es den bisherigen Saisonverlauf: Große Anfangschwierigkeiten, dann Liebesbekenntnisse, bis wieder neuer Zoff zu lesen war. Spaßvogel Ribery, dem die Führung des Niederländers zu streng war, zeigte auf einmal bis dahin unbekannte Allüren und blockierte zuweilen den FC Bayern in seiner ewig währenden Mission Deutscher Meister zu werden. Dabei ist eine strenge Trainerführung nicht schlecht, in den Jungendabteilungen sogar nötig. Bei unseren Mimosen der Fußballspieler hingegen, sind andere Trainer gefragt, als ein Diktator, der einer Mannschaft sein System überstülpt, ehe dieser dann wegen Erfolgslosigkeit auf dem Schlachtfeld  gestürtzt wird. Das Grundprinzip dessen bleibt, doch finde ich nicht, dass man Ribery in seiner zentralen Bedeutung als Kult-und Spielfigur des FC Bayern hindern/beschneiden sollte.  – Um aber die angekündigte Distanz zu wahren: Was da wirklich passiert ist, wissen wohl nicht mal die Verantwortlich selbst, denn wie sagt der neue Pro7-Trailer so gern, es gibt immer 3 Seiten einer Geschichte: Die des einen, die des anderen und die Wahrheit.

Dieser Leitsatz lässt sich auch auf meinen Beitrag ummünzen. Die Seite des Einen habe ich dagelegt, jetzt muss nur noch die des Anderen erzählt werden…

Vielen Dank und Gute Nacht

Bäm Man

(Das war ein indirekter Aufruf zum Kommentare schreiben und mir widersprechen…)

GER 2-0 RSA

Bäm Man am 05. September 2009

Guten Abend meine Damen und Herren,

Ich begrüße sie mit einem herzlichen Bäm und möchte vornherein das neueste von mir kurz in einem Absatz darstellen: Nachdem ich am Montag mit einer schönen, blutenden Platzwunde ins Krankenhaus der Charité eingeliefert worden war und der Arzt bis auf den üblichen Hirnschaden nichts weiteres festgestellt hatte, geht es mir am Samstag zum Länderspiel wieder gut. In der Schule läuft alles wie gehabt (sechs Hausaufgaben), laut dem Wahlomat sollte ich die Republikaner und DVU wählen (was ich absolut nicht vorhabe) und privat ist auch alles beim Alten.

‘Alles beim Alten’ ist nebenbei ein Stichwort, das sich Joachim Löw nicht unbedingt weiter nachsagen lassen wollte. Das Spiel gegen die Republic of South Afrika sollte frischen Wind in die Mannschaft bringen, die zuletzt häufig in den Medien aufflammende Kritik gegen den Bundestrainer unterbinden und durch ein überzeugendes Spiel einen euphorischen Blick in Richtung WM-Qualifikation geben. Ob das nun geklappt hat oder nicht, wird jeder festgestellt haben, der das Spiel gesehen hat.

Nachdem mein brasilianischer Freund, der nach seiner 6 Wochen Urlaub an der Copacabana, sich bei mir beschwert hatte, dass wir Deutschen doch viel zu trist und vermeckert wären und ich ihm mit einer Ausweisung gedroht hatte, fiel mir doch auf, dass er eigentlich recht hat. Aufgefallen war es mir daran, dass ich vermeckert und trist das Spiel gegen Südafrika erwartet hatte. Ich ging nicht wirklich davon aus, dass das Ziel des Bundestrainers erreicht werden konnte und hatte einerseits recht und andererseits doch nicht. Nur zur Erwähnung: Die Sklaven- & Kolonialherrenwitze hab ich mir verkniffen…

Das Spiel der Deutschen fing engagiert an. In der 7.Minute kam es zur ersten Chance, bei der Özil ein schönes Zuspiel zu Gomez gelang, der den Ball aber nicht ins Tor unterbringen konnte. Die erste Viertelstunde hatte Deutschland drei ordentliche Torchance, die aber allesamt nicht in ein Tor umgemünzt werden konnten. Die Südafrikaner waren um ein ähnlich sicheres Spiel bemüht wie die Deutschen, konnten aber in ihren Staffeten nicht lange den Ball halten, ehe stark drückende Deutsche, wie oftmals Marin, den Ball erobern konnte, dann aber an Fernandes scheiterten.

In der 14.Minute kam es dann auch zum ersten Foul des Spiel. ‘My Gama is fairplay’ eine Überschrift, die für den Abend doch bezeichnend war, auch wenn die Südafrikaner etwas ruppiger agierten, als die Deutschen. Die Bafana Bafana hatten dem drückenden Pressingspiel des Gastgebers nicht viel entgegen zu setzen. Das beste Beispiel waren die vielen Ballverluste und ein Konter über Pienaar und Madilela, der darin enden musste, dass die deutsche Abwehr wieder aufgerückt waren.

Das Spiel schien sich nicht von den anderen der deutschen Nationalmannschaft zu unterscheiden: Im allgemeinen nüchtern und dezent, trotz mancher, schöner Einzelaktionen. So zum Beispiel auf Marin in der 24.Minute, der jedoch abgedrängt wurde und nicht mehr aufs Tor schießen konnte, so auch in der 27 Minute, als Özil auf Gomez passt, der Ball jedoch von einem Südafrikaner abgefangen wurde. Die Überlegenheit der Deutschen war zwar repräsentativ für das Spiel, doch noch nicht ausschlaggebend für das Ergebnis. Nach der ersten halben Stunde ergaben sich schon manche kuriose Bilder, bei denen Südafrika mit bis zu neun Feldspielern ihren eigenen Strafraum belagerten, was aber nicht Grund für das bisherige 0:0 war, da die Deutschen, vor allem dank des kreativ, gut aufspielenden Özils zu einigen Chance kamen.

In der 36.Minute war es dann endlich so weit. Nach einer schönen Ballstafette von Rolfes über Özil, zu Ballack, der dann Gomez in Szene setzte, der wiederum nur noch einzuschieben brauchte. Die bisher schönste Ballkombination im Testspiel. Doch direkt im Anschluss musste Rene Adler erstmalig sein gesamtes Können aufbringen, um die Retourkutsche zum Stoppen zu bringen. Arne Friedrich prüfte für Südafrika den Nationaltorhüter, was deprimierend für die Afrikaner gewirkt haben könnte, das nicht einmal die eigenen Spieler es schafften ’sich eins hinten reinzuhauen’. Weitere Auffälligkeiten gab es nicht mehr in der zweiten Halbzeit.

Manche Spieler wie Schäfer oder Schweinsteiger blieben recht unauffällig, Deutschland war bemüht, doch hätte man schon mehr als ein 1:0 erwarten können, auch wenn das Spiel bisher recht zufriedenstellend lief.

Zur zweiten Halbzeit wurde dann Bankdrücker Klose, Flautenjunge Poldi und Mühelos-Westermann eingewechselt. Die routierenden Deutschen begannen die ersten drei Minuten wieder agil, hatten eine Torchance, doch fielen dann wieder in einen gelangweilten Trott, als ob sie sich ihr eigenes Spiel ansehen müssten, was ich ihnen jedoch nicht zumuten will. Die nächstbeste Chance hatte erst Ballack nach einer Ecke, dessen Kopfball zuerst beim Innenpfosten und dann beim südafrikansichen Torhüter landete.

Der beste Mann auf dem Feld war definitiv Rene Adler. Obwohl ich immer der festen Überzeugung war Manuel Neuer wäre als Nationaltorhüter am idealsten, muss ich das jetzt definitiv nocheinmal überdenken. Adler hatte eine sehr überzeugende Leistung abgelgt, die Bälle, die aufs Tor gebrettert kamen, immer gefangen und aktiv am Spiel teilgenommen, indem er langen Bällen entgegenrannte oder entgegensprang, je nachdem wie gerade die Situation war.

Doch die Schönste Szene des gesamten Spiel sollte dann in der 77.Minute stattfinden: Schweinsteiger passt von der Mitte des Feldes zu Klose, der auf den startenden Özil weiterleitet. Der junge Deutschtürke verwandelte sicher und zauberte wohl jedem Fußballiebhaber ein Lächelns ins Gesicht. Die Deutschen hatten wunderbar die sich andeutenden Lücken in der Abwehr der Afrikaner wunderschön ausgenutzt und sich zum Sieg geschossen.

Viel geschah danach nicht mehr…Also…Wo hatte ich recht und wo nicht?

Wie viele anderen pauschalisiere ich mal für mich die Vorkenntnis, dass sich im Spiel der Deutschen nicht viel geändert hat. Attraktiver Fußball ist weiterhin Mangelware und taucht höchstens in wenigen Fragmenten des Spiels auf. Die Deutschen bleiben euphemistisch ausgedrückt weiterhin effizient und können die Leistungen der WM wiedereinmal nicht reproduzieren. Jedoch – und das ist wirklich positiv zu erkennen – bringt Özil äußerst frischen Wind ins Spiel der Deutschen. Auch wenn Kardinal Kahn zur Mäßigkeit predigt, kann man von dem gerade einmal 20-jährigen Bremer viel in der Zukunft erwarten. Er war mit Adler der auffälligste Akteur auf dem Platz, riss das Spiel an sich, als ob man es ihm wegnehmen wollte und drückte der Partie seinen ganz persönlich Stempel auf. Für mich die Note 1- an Özil und Adler. Annähernd gute Leistung hatte auch Podolski gezeigt. Ein Raunen ging durch mein Zimmer, als er seine beste Szene des Spiel hatte – Als er vom Platz ging…

Auch wenn Podolski immer gute Leistungen in der Nationalmannschaft gezeigt hatte, was ich als Argument total nachvollziehen kann und auch verstehe, hätte ich Kießling ihm oder Klose auf jeden Fall vorgezogen. Da ich aber nicht in die selbe Kerbe wie die Werder-Führung und Boulevardblätter schlagen möchte, füge ich mich der Entscheidung Löws in Betracht dessen, dass es “nur ein Test- und ein Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan” ist. Zur WM würde die Entscheidungen des Nationaltrainers sicher leistungsorientierte ausfallen, als vielleicht die letzten Wochen. Alles in allem blicke ich mit großem Interesse auf das Spiel am Mittwoch und freue mich auf eine Überraschung, wie sich die Deutschen präsentieren werden…

Gute nacht und noch viel Spaß!

PS: In diesem Spiel hat sich der Sozialdarwisimus doch durchgesetzt!

Bäm Man, euer  Kolonialherr

Mein Lieblings-Fußball-Video…

purado am 11. August 2009

…hier ist es:

Icke in der Allianz-Arena…

Bäm Man am 04. August 2009

Ja, war schon geil, muss ick sagen.

Doch vorher erstmal…wie alles begann:

Es ist der 30. Juli, ein Donnerstag, 13 Uhr! Ich steh auf und taumel sichtlich davon überfordert in die Küche herunter. Es riecht nach gebackenen Brötchen, wie immer, wenn ich so früh aufstehe. Ich bin in einem kleinen Örtchen im Landkreis Fürstenfeldbruck. Meine Tante und mein Onkel, die vor vielen Jahren dorthin ins Ausland gewandert sind, leben dort. Ich besuche sie wieder einmal, nach Februar, habe diesmal meine Freundin mitgenommen (ja, scheint was ernstes zu sein…), die grinsend in der Küche sitzt und mich belustigt beobachtet. “Guten Morgen”, kommentiert sie mein plötzlichen Erscheinen. Ich wollte es erwidern, gab stattdessen aber nur irgendetwas unverständliches von mir. Mir ging es nicht gut, hatte mir den vorherigen Tag am Strand des Ammersees einen schönen, noch glühenden Sonnenbrand zugezogen. Als ich das am Strand bemerkt hatte, hatte ich mir noch gedacht: “Egal, das wird eh irgendwann braun.” Heute, hätte ich zumindest das egal allein des Schmerzes wegen weggelassen, weshalb ich halbnackt in der Küche stand. Für meine Freundin ein gewohnter Anblick, auch wenn sie mich gerne “oben ohne” sieht. Mich würde es auch stören wenn nicht, da ich ziemlich eitel bin und für den Körper den ich habe, schwer trainiert habe und weiterhin schwer trainiere.

Ich küsste meine Freundin auf die Stirn, nahm mir den Laptop auf den Schoß und stopfte mein Mund mit einem Brötchen zu, um erstmal nichts sagen zu müssen. Ich krümelte auf die Tastatur. Mir ging nur ein Gedanke durch den Kopf: “Scheiße”. Zu mehr war ich aber auch noch nicht in der Lage zu denken. Ich wollte auf LEX und mich bei Flitzer für den Biertipp bedanken, den ich nach Anfrage von ihr bekommen habe. Ich war grad am Schreiben, als das Telefon klingelte. Meine Freundin starrte mich an, mit der Aufforderung ans Telefon zu gehen, jedoch konnte ich nicht, schließlich müsste ich den Berg an Brötchen, den ich im Munde hatte, noch zerkauen und runterschlucken, ehe ich irgendetwas einsilbiges sagen konnte. Ich war halt noch nicht auf Betriebstemperatur…

Meine Oma ging ans Telefon. Laut dem Wortwechsel zwischen ihr und der Person auf der anderen Leitung, schien es meine Tante zu sein, mit der sie redete. Nach wenigen Worten reichte sie schon den Hörer an mich weiter. Meine Tante spricht ein wenig bayrisch, jedoch kann ich den Beweis ihrer Anpassung nicht so wiedergeben, weshalb ich folgenden Dialog mal in meiner Version wiedergebe (man möge mir verzeihen):

Sie: “Na, aus’m Bett jefallen?”

Ich: “Hmm…”

Sie: “Also ja…Du, ich hab für das Finale des Audi-Cups heute Karten. Willst du da mit deinem Onkel hin?”

Ich (verwirrt, aber auf einmal hellwach): “Wie, was? Echt jetzt?”

Sie: “Na, wenn ich’s sage. Willst du oder willst du nicht?”

Ich: “Is’ ja geil. Ja, klar. Heute steigt das Finale gegen Manchester, natürlich will ich hin.”

Meine Freundin, die gerade in der Zeitung las und aus ihrer Kaffeetasse trank, wurde nun hellhörig und sah mich mit ihren großen Augen an. Nach dem Telefonat erzählte ich ihr was ich heute Abend schönes vorhabe, hab den Laptop ohne weiterzuschreiben sofort ausgemacht, mich schnell geduscht und danach einen frischen Schlüppa angezogen.

Im Nachhinein erzählte sie mir, ich soll wie ein kleines Kind ausgesehen habe, das gerade seine Weihnachtsgeschenke bei Kerzenlicht öffnen darf. Ich teile ihre Meinung nicht…

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Wir hätten schon zum Spiel Boca Juniors – AC Milan gehen können, doch hätten wir dafür schon ziemlich früh losgemusst. Außerdem musste ich noch Zeit mit meiner Freundin verbringen (ist ja was ernstes) ehe sie mich loseisen würde. Im Stadion angekommen ließ ich mir erstmal erzählen, dass mein Onkel öfters bei Spielen der 60er ist mit einer Dauerkarte direkt hinter den Trainerbänken. Ebenso erklärte er mir die Funktion der Arena-Card. In jedem Fall ein interessantes System! Da ich die Karten für das Spiel momentan nicht finde und auch nicht mehr weiß in welchem Block wir waren, müsst ihr leider ohne diese Information leben.

Mein Onkel holte sich erstmal eine Rote Bratwurst oder wie die hieß und eine Cola, während ich mich von den hygienischen Verhältnissen der Toilette überzeugen wollte. Und mich erschrak,  was ich sah: Hunderte von Männern standen sich auf wenigen Quadratmetern die Füße an den Einzeltoilettenwund , während an einem einzigen Massenurinal stets immer noch Platz für einen mit offener Hose zu sein schien. Es quetschten sich Männer an Männer, Glieder an Glieder und viele der Geschäfte schienen daneben gegangen zu sein. Anders kann ich mir die gelbe Suppe auf den ähnlich aussehenden Bodenfliesen nicht erklären. Es waren Zustände wie in einem afrikanischen Flüchtlingslager…es war…Perfekt! Dieses Umfeld hatt einfach etwas existenzielles, auch wenn es so roch, als ob einige Existenzen dort bereits geendet hätten. Nachdem ich das Urinal zumindest getroffen hatte und fertig war, suchte ich nach Waschbecken…vergeblich. Bin ich als Metropolenkind zu pinibel oder ist das Stadion einfach zu wider? Egal…auf mich wartete ein Spiel und wenn sich keiner die Hände wusch, brauchte ich auch kein schlechtes Gewissen haben.

Dann quetschten sich wie in den Toiletten auf den Rängen genauso Mann an Mann, nur diesmal ohne den kleinen Lümmel. Ab und zu sah ich auch mal eine Frau irgendwo sitzen (obwohl der Rest eigentlich stand) und ich muss sagen die Frauen dort waren hübsch. Nach einigen verstohlenen Blicken, begriff ich froh sein zu können, dass meine Freundin nicht dabei war.

Das Spiel der argentinischen und der italienischen Mannschaft lief noch. Wir kamen noch rechtzeitig zum Ausgleich der Argentinier, der zum Elfmeterschießen führte. Als Ronaldinho als erste Schütze antrat riefen alle Bayern erstmal “Superstar!“. Mir tat er irgendwie leid, lustig war’s trotzdem.

Ronaldinho beim Elfmeterschießen

Beim Elfmeterschießen sah auch der italienische Superstar Andrea Pirlo (das is’n Typ!) aus wie hingestellt und nicht abgeholt:

Andrea Pirlo

Direkt nachdem Milan das Spiel im entscheidenden Elfmeterschießen verloren hatte, spielten die Bayern gegen Manchester United. Die Mannschaft hatte sich schon während des Elfmeterschießen warm gemacht, auf dem gegenüberliegenden Feld.

ManUs Aufstellung

Das Spiel war aber im Großen und Ganzen nicht besonders spannend. Rensing zeigte gewohnte Schwächen ins Spiel aktiv eingreifen zu können und ein einfaches “den-Ball-nach-vorne-schlagen” landete bei ihm bis auf zwei Ausnahmen im Aus. Die stärkste Leistung zeigte Van Bommel, der in der zweiten Halbzeit für Altintop ausgewechselt wurde. Der Niederländer gewann alle seine Zweikämpfe, während mit dem Türken die ersten zehn Minuten ein wenig frischer Wind im Spiel der Münchener bließ. Genutzt hatte es trotzdem nichts. Als dann Wayne Rooney in der 79. Minute eingewechselt wurde, jubelten sogar die Bayern mit. Respekt vor dem Respekt…

Im Elfmeterschießen bin ich dann meine gewohnte Gelassenheit auch losgeworden. Ich fieberte für die Bayern mit (ich nenn’s Patriotismus) und erstmalig konnte sich Rensing beweisen in diesem Spiel.

Rensing hält!

Der Trottel, der die ganze Zeit “Jaaaaaaa, Jaaaaaa, Jaaaaa” brüllt, das bin ich.

Im Anschluss hat ihn Van Buyten auch noch hereingemacht und somit für seine Mannschaft den Sieg geschossen. Bayern gewann den Audi-Cup, ich war dabei.

Ja, war schon geil, muss ick sagen.

Damit auch ihr in den Genuss kommt: hier seht ihr, wie Rensing hält:

Bäm Man im Olympiastadion der U-16

Bäm Man am 21. Mai 2009

Trotz des gestern Abends viel relevanteren Spiels ab 20:45, dass sein Ende irgendwie “schon” in der 97.Minute nahm, thematisiere ich etwas vollkommen anderes, möchte aber vorher noch etwas zu den Bremern sagen:

Wie so gut wie jeder andere Fußball-Fan habe ich schwer daran gezweifelt, dass Bremen ohne Diego im Finale des UEFA-Cups bestehen kann. Und wohl so ziemlich wie jeder andere, denke ich mir heute: “Wusst ich’s doch!” Seine fehlende Präsenz hat man auf dem Platz einfach gesehen. Der technisch viel besser aufspielenende brasilianische Verein Donezk wusste in der Offensive durch seine Qualitäten zu überzeugen, wohingegen Bremen eher ambivalenten Fußball bot zwischen “geht so” im Mittelfeld und “was läuft heute noch mal auf den anderen Sendern?” im Sturm. Auf RTL lief deren üblicher Müll wie ‘Super Nanny’ und ‘Raus aus den Schulden’, die Öffentlichen brachten irgendwas über Politik und Pro7 brachten Ärzte-Serien, die ich allesamt totaaaaal Scheiße finde, mit Ausnahme von Scrubs (und das wird mir niemand verübeln können).

eishockey01

Zurück zum Spiel: Der Schiedsrichter – anscheinend ehemaliger Eishockey-Spieler – ging ziemlich locker mit den Fouls um, die von den Ukrainern begangen wurden, schaffte es aber dennoch in der ersten Halbzeit eine gelbe Karte an Frings zu geben, die überhaupt nicht erforderlich gewesen wäre. Aufgeregt hat er mich deshalb in der 118. Minute der Verlängerung,nachdem es 1:1 dahin ging: Pizarro hatte im Strafraum mit einer Frings-Kopie der Ukrainer einen Zweikampf, bei dem BEIDE gezogen hatten, was zufällig schon die Begründung des Unparteiischen war, als das Spiel zuvor öfters zugunsten der Ukrainer weiterlief, jetzt jedoch das Tor, das aus der Szene resultierte, nicht werten ließ, da Pizarro ja gezogen und geschupst haben soll…

Merkt ihr was? Das war das zweite Tor der Bremer, das nicht zählte, auch wenn das erste, zu des Schiris Verteidigung, wirklich eine Abseitsszene war. Und das war das Tor, das nötig gewesen wäre um sich noch ins Elfmeterschießen zu retten. Bis auf die drei Tatsachen (seine Eishockey-Regeln, die 118. Minute & gelbe Karte an Frings) war der Schiri durchaus souverän in dieser Partie.

Verdient verloren haben die Bremer dennoch, da Donezk einfach besser gespielt hat.

Kommen wir nun zu meinem eigenlich Thema:

Mein Geographie-Lehrer (Union-Fan) kam vor zwei Wochen an einem Freitag auf mich zu und erzählte mir von einem Schülerländerspiel der U-16 DeutschlandFrankreich…Es war so klar. Er wollte es, ich wollte es. Wir standen am Fenster, wo das warme Licht der Sonne auf uns herabschien. Seine langen, braunen Haare schimmerten und er wirkte darin wie ein heiliger Engel…und dann passierte es…ICH MUSSTE GESTERN NICHT IN DIE SCHULE!!! Muahahahahahaha…

Na ja, er wollte einige Schüler der 12. und 11. Klasse als Schülerordner repräsentativ für den Bezirk Mitte einsetzen. Das bedeutete für ca. 40 glückliche Schüler keine Mittwoch, bevor man am Donnerstag und Freitag frei hätte. Und für mich bedeutete es statt sieben qualvolle Stunden durchstehen zu müssen, kleine Kinder schupsen und ein Fußballspiel sehen zu können.

halt-gewaltDafür mussten wir sinnvoller Weise bereits 8.15 Uhr am Osttor des Olympiastadion sein, um dann insgesamt eine Stunde rumstehen und warten zu können. Das Spiel fing auch recht zeitig um 11 Uhr schon an. Um unserer ehrenvoller Aufgabe auch bewusst zu werden und um Eindruck bei den Ladys schinden zu können, bekamen wir äußerst modische neuengrüne Shirts, mit einem “GEWALT HALT! MACH MIT!”-Aufdruck. Ich lese das Shirt gern von oben angefangen im Uhrzeigersinn (wie es sich eigentlich auch gehört). Das Resultat mag sich jeder selbst überlegen…

Das Berliner Olympiastadion, in dem ich erst zum zweiten Mal drin war, wurde in die Berliner Bezirke und Brandenburg aufgeteilt, wo sich die jeweiligen Schüler und Schülerordner befanden. Ich befand mich im Block M auf der Haupttribüne. Schon bevor das Spiel der U-16 anfing, spielten andere Mannschaften. Auf der von mir aus linken Feldhälfte spielte eine junge Mädchenmannschaft und auf der rechten Spielhälfte eine jüngere Jungenmannschaft irgendwelcher Grundschulen. Ich saß der rechten Spielhälfte direkt gegenüber, weshalb es mir viel leichter fiel diesem Spiel zuzuschauen. So wie ich das beurteile, kann ich von meinem fußballerischen Können mit den dort spielenden 4. oder 5.Klässlern durchaus mithalten, die U-16er jedoch sind mir bei weitem etwas vorraus…

Das Spiel Deutschland gegen Frankreich fing natürlich mit den Nationalhymnen an und Benny und ich (ein Fußballkumpel, der auch dabei war) haben uns total kaputt gelacht als der Spielmoderator oben rechts in der RIESENLEINWAND meinte, man solle bei der französischen Nationalhymne bitte Beifall klatschen…Fairplay ist das eine, was für mich bedeutet bei den Franzosen nicht zu pfeifen, wenn ihre Nationalhymne läuft, aber Beifall klatschen…Hinter mir taten es jedoch kleine Kinder und klatschten. Ich hatte mich umgedreht und im höflichen Berliner Stil gemeint: “Hört uff’ mit der Scheiße, sonst klatsch’ ick euch ins Jesicht!” Und ich war ja Ordnungsschüler, ne? Also mussten sie auf mich hören. Bei der französischen Nationalhymne habe ich nur den Daumen nach unten mit ausgestrecktem Arm gehalten. Wie John Cleese einmal sagte: “Es ist einfach nicht richtig, Franzose zu sein!”

http://www.transfermarkt.de/de/nationalmannschaft/17368/deutschland-u16/uebersicht/startseite.html

Bei der deutschen Nationalhymne wurde natürlich aufgestanden und mitgesungen. Und das Spiel fing auch sehr gut an für die Deutschen. Die Spieler der deutschen U-16 bauten von Anfang an den Druck der Offensive auf und kam auch in der 4.Minute fast zu einer Chance, wenn diese nicht von einem französischen Abwehrspieler mit einer Notbremse gestoppt worden wäre, was Geld zu Folge , aber Rot als Notwendigkeit hatte. Das 1:0 fiel aber noch früh genug durch den jungen Sean Parker nach einer Vorlage des Leverkuseners Luca Dürholtz zugunsten der Deutschen und so gut wie alle der 25.000 im Stadion sitzenen Zuschauer (genau so viele wie bei einem Hertha-Spiel) sprangen auf und jubelten.

Das Spiel verlief recht ausgeglichen, jedoch waren die Deutschen konsequenter in der Vorwärtsbewegung und gingen besser mit ihren Chancen um. Der junge und glänzend parierende Timo Horn des 1.FC Köln hielt das 1:0 der Deutschen bis in die Halbzeit fest. Meine Zwischenbilanz war, dass die Franzosen nur sehr sehr leicht technisch im Vorteil waren, die Deutschen aber einfach einiges besser im Spielaufbau und der Chancenauswertung. Bis dahin war ich sehr zufrieden mit dem unterhaltsamen Spiel und dem Gewissen unsere Zukunft liegt in wirklich guten Händen, wenn die U-17 Europameister wird und die U-16 ein so überzeugendes Spiel hinlegt.

Die zweite Halbzeit verlief ähnlich wie die erste. Zu Beginn versuchten die Franzosen noch ins Spiel zurückzufinden, jedoch ohne große Chancen. Die Deutschen übernahmen von da an wiederum das Ruder. Das 2:0 jedoch sollte erst in der 70.Minute fallen. Es wurde wiederum sehr gut herausgespielt, kann mich aber nicht mehr erinnern an wen und wie der Name des Torschützen hieß. Jedenfalls war es die Nummer 10. Wieder sprangen wir auf und jubelten. Von da an füllte sich die deutschen Fußballherzen mit Zufriedenheit und Benny und ich fingen sogar an böse Witze zu reißen. Der nennenswerteste ist ein Lied, das wir entwickelt hatten in der 54′-74′-90′-2010 Melodie der Sportfreunde Stiller. Von uns Modifiziert ergab es: “1870, 1940 und jetzt 2009…” Im Nachhinein ist das doch ziemlich schwarzer Humor, den man nicht unbedingt in der Öffentlichkeit lautstark vertreten möchte. Da ich aber in meinem Beiträgen gnadenlos ehrlich bin und mich sowieso selten für Dinge schäme, habe ich das in den Artikel miteingebaut. Und FALLS jemand aus ethischen Gründen dieses Lied verabscheut (was ich irgendwie nachvollziehbar finde), so möchte ich darauf hinweisen, dass die Britten öfters gegen die Deutschen ein Lied singen, dass inhaltlich von zwei gewonnen Weltkriegen und einem Weltmeistertitel handelt. Dieses Lied hat zwar auch ziemlich schwarzen Humor, ich finde es jedoch nicht allzu problematisch, da ich darüber lachen und damit umgehen kann. Wer mit “1870, 1940 und jetzt 2009…” nichts anfangen kann, der möge sich doch bitte selbstständig in der Deutsch-Französischen Beziehung bilden und nachschlagen, was zu diesen Jahreszeiten passiert ist.

Und Nein! Bäm Man macht nur gerne Witze über solche Sachen…Und er freut sich darüber, dass die junge französische Mannschaft zu 90% aus Schwarzen besteht, als Beweis einer erflogreichen Integration im Land des Baguettes und der eigenen, mangelhaften Spielkultur. :)

Demnach…Muss ich jetzt Sauber machen, meine Freundin kommt bald.

Ihr hört von mir…

Bäm Man

Die Bundesliga und ihre Eigenarten am 31.Spieltag

Bäm Man am 10. Mai 2009

Und wieder neigt sich eine Saison dem Ende, die ihren Stempel meiner Meinung nach vom Geld so ziemlich aufgedrückt bekam.

Erst spielten Mannschaft wie die TSG Hoffenheim und der VFL Wolfburg guten offensiven Fußball und stehen/standen daher auch nicht ganz zu unrecht oben an der Tabellenspitze, und dann ist Geld wiederum ein Grund dafür, dass es davon wohlmöglich keine Fortsetzung geben wird. Magath verlässt dem VFL in Richtung S04. Wie ich dazu als Schalke-Fan stehe?…Aufgeschlossen. Auch wenn ich der Meinung bin, dass man Agent Büskens und Agent Moulder nicht unbedingt in ihren Ermittlungen stören soll, um den Verbrecher auf Schalke zu finden, der für diese verkorkste Saison verantwortlich ist. Klingt ziemlich dekonstruktiv, auch wenn man sich von Magath doch schon das ein oder andere verspricht. Wie auch immer…

Nach wirklich zwei sehr interessanten Champions-League-Spielen (das eine habe ich über Live- Stream gesehen, das andere in ner Glotze uff’m Sofa), war ich heute mal gespannt wie so die Schiedsrichterleistungen in der Bundesliga sind. Und dementsprechend total kontraproduktiv und fast schon konspirativ wirkte mir die Sportschau entgegen, in dem sie die Referees total in den Hintergrund gestellt hatten und bei einer Szene (auf die ich noch zu sprechen komme), die einer Situation des Mittwochs zu 100% glich, nicht mal ein Wort über einen diesbezüglichen Vergleich verloren und im allgemeinen das Thema “Fehlentscheidungen” penetrant verschwiegen hatten, so dass auch ja gar kein böses Blut weiterhin kochen würde. (Bei diesem Satz verlor ich erstmal kurz den Überblick) Daher sei das auch mein – bis auf die angekündigte Szene – erstmal letztes Wort zu der grottenschlechten Schiedsrichterleistung dieser Woche.

Wie dem auch sei…Da es in letzter Zeit irgendwie im Forum zum Thema würde, man solle Quellen auch angeben (hoffe, dass ich da nie groß vergessen habe), unterstreiche ich an der Stelle nochmal, dass ich mich auf Bild- und Tonmaterial der Sportschau beziehe. Und so freue ich mich wieder euch meine 3-seitigen A4 Mitschriften darlegen, für lähmende Begeisterung bei den Männern und für Ohnmachtsanfälle bei den Frauen sorgen zu können. (War Sparrrß)

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Vielen Dank – FC Bayern!

Bäm Man am 14. April 2009

Sehr geehrte Kabinengang-Leser,

2 Dinge:

Erstens: Sie sind jetzt vielleicht sicher überrascht, dass dieser eingebildete, talentierte, junge Mann innerhalb weniger Tage bereits seinen zweiten Artikel veröffentlicht. Das braucht Sie aber nicht zu wundern. Ich habe einfach mal Zeit und eine Idee, worüber ich etwas schreiben könnte, ohne dass es wieder eine meiner öden Analysen wird.

Zweitens: Und wie die Überschrift vielleicht verraten hat, ist dieser Artikel eher sarkastisch gemeint, als ernst zu nehmend. Ich werde auch nicht auf die sportliche Situation des Rekordmeisters eingehen und die unterlassene Leistung in der 5-Jahreswertung, von der der deutsche Fußball hätte profitieren können. NEIN! Ich gehe einfach mal auf etwas Privates ein. Für diejenigen, die es eventuell nicht interessieren mag, erwähne ich schon mal worum es geht, um möglicherweise oben rechts auf das weiße, von rot umrandete Kreuz zu klicken (Vorraussetzung: XP)

Es geht um meine Erfahrung mit dem Fan-Shop Bayern Münchens.

OH MEIN GOTT! Wie kommt es dazu, dass ein Schalker ausgerechnet Erfahrung mit dem Fan-Shops des Semi-Mega-Erzrivalen seines Vereins sammelt? Aber fangen wir mal von vorne an, beginnend mit dem 15.März…

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Die Bundesliga am 27.Spieltag

Bäm Man am 12. April 2009

Die Bundesliga:

National wird geschimpft, während das Volk sich in zwei Seiten spaltet. Diejenigen, die den Einfluss des Geldes für gut halten und aufspielende Hoffenheimer, sowie offensive Wolfsburger als frischen Wind betrachten und halt die Anderen, die an Traditionen und Althergebrachtem festhalten und wankelmütige Leistungen der eigentlichen großen Drei – Bayern, Bremen und Schalke – für Plagen als Vorzeichen der sportlichen Apokalypse halten.

International zeigen sich die Bundesligisten ebenso unbeständig wie national. Während die Bayern sich von großartig aufspielenden Katalanen demütigen lassen, zeigen ehemalige Hansestädte, dass auch deutsche Mannschaften nicht chancenlos gegen die der europäischen großen Drei sind (England, Spanien, Italien).

Statt mich mal zu thematisieren, fand ich nun eine passende Einleitung, die meiner Meinung nach die Wirkung der höchsten deutschen Spielklasse wiederspiegelt. Diese Saison kann dramatisch werden. Dramatisch für Mannschaften wie Bayern, Bremen,Hamburg, aber auch für Mannschaft wie Wolfsburg, Karlsruhe und Gladbach.

Meine Mannschaft hat schon gezeigt, dass sie Meister der Tragödien sind. Und da sich bei Schalke 04 die Verantwortlichen eher wie ein Affenzirkus auf LSD nach einem Wettsaufen benehmen, wirkt das auch schon gar nicht mehr wie eine Geschichte, die von Missverständnissen, Fehlern und Schicksalsschlägen geprägt wird, sondern viel eher wie ein selbstironischer Haufen irgendwelcher schuldabschiebender Zicken.

Borussia Dortmund  3-1  1.Fc Köln

Wenn etwas nach 70er Jahre riecht, bringe ich das mit “H” spritzenden Fixxern auf dem Babystrich  der Potsdamer Straße in Berlin-Tiergarten und Berlin-Schöneberg in Verbindung. Obwohl dieses Spiel eher weniger mit Drogen und Christiane F. zu tun hat, habe ich dennoch einige Parallelen ziehen können.

Und oben schon erwähnt verhielten sich die Dortmunder Verteidiger auch wie total benebelte Pazifisten aus den 60ern und griffen in der 10.Minute die stürmenden Kölner nicht an. Resultat dieses Verhaltens war das Tor Vucicevics nach einfachen Kombinatinen der Kölner. Die Dortmunder Verteidigung, die sich vor diesem Verhalten irgendwie mit Rum bekleckert hatte, machte ihre Sache aber in Person Subotics wieder gut. Der junge Serbe setzte in der 29.Minute den Ausgleichstreffer, der sich aufgrund überlegender Dortmunder dann doch angekündigt hatte. Den 2.Treffer hatte Dortmunds Spielmacher Hajnal mit einem schönen Volley ins Tor gebrettert. Der BVB sah daher die Chance die Entscheidung zu erzwingen, die er auch in der 81.Minute bekam: Frei läuft mit dem Ball von der rechten Seite in den 16er und flankt auf den langen Pfosten, wo Geromel (IV Kölns) statt zu erklären völlig allein und unbedrängt zum 3:1 einnetzt.

Somit gelang dem BVB der 3.Sieg in Folge. Die Dortmunder gewannen verdient und sind weiter dabei in der Partie um die internationalem Plätze. Und trotz anfänglicher Trunkenheit setzten sie sich gegen die Rheinnarren durch, die jedoch immer noch relativ beruhigende 9 Punkte Vorsprung zum Relegationsplatz haben.

Energie Cottbus  2-1  Arminia Bielefeld

Falls ich echt mal das Glück haben sollte und Sportjournalist werde, werde ich mich wohl auch an den Kodex der Neutralität halten müssen. Und falls ich mal das Pech haben sollte  aus beruflicher Sicht die Cottbusser neutral bewerten zu müssen, werde ich hoffen, dass sich bis dahin meine Meinung zu den Lausitzern geändert haben wird. Solang das nicht der Fall sein wird, bleibt Cottbus für mich eine Mannschaft mit osteuropäischen Schwarzarbeitern, die billiger sind als Deutsche oder europäische Qualitätsarbeiter und anderen Fußballern die Arbeitsplätze wegnehmen. Soviel zu meiner sozialgesellschaftlichen Einschätzung…

Die Arminia war über weiter strecken die bessere Mannschaft in der ersten Halbzeit, konnte das aber nicht ins Zählbares ummünzen. Ohne jeglichen Einfluss von Rauschmitteln kam es dann in der 43.Minute dazu, dass Rost vom rechten Flügel in die Mitte flankte, wo Rangelov den Ball ganz trocken ins Tor beförderte. In der zweiten Halbzeit hatten sich die Bielefelder dann ans Herz gefasst und den Ausgleich erzielt (Munteanu 48.Minute). Das Duell der beiden abstiegsgefährdeten Mannschaften sollte ebenso wie das Spiel im letzten Jahr glücklich für die Lausitzer ausgehen, die durch den Bulgaren Angelov in der 59.Minute wieder in Führung gingen und damit schon den Endstand erzielt hatten.

Die Jungs von Energie Cottbus starten somit hochprozentig motiviert in das Spiel gegen die Schalker am Freitag.

FC Schalke 04  2-0  Karlsruher SC

Wo wir grad schon beim Thema versoffene Mannschaft waren, widme ich mich nun dem mehr oder weniger peinlichsten Haufen an Mannschaft, den der deutsche Fußball wohl zu bieten hat: Schalke, wie jedes Jahr mit Titelambitionen in die Saison gestartet, stehen sie kurz davor die Saison mit dem schlechtesten Ergebnis seit neun Jahren abzuschließen, als sie 99/00 mit dem 13.Tabellenplatz abschlossen. Positiv zu erwähnen wäre: Sie hatten das letzte Spiel gewonnen. (Klingt nach ziemlich viel und gut begründetem Optimismus, nicht wahr?)

Schalke Fan- & Spielkultur

Na ja, das Spiel begann besser für die Badener, die einige Torchancen in der ersten Hälfte der 1.Halbzeit hatten, diese aber am gut parierendem Neuer nicht verwerten konnten. In der richtigen Phase des Spiels gelang dann den Gelsenkirchenern das 1:0 durch Prügelknaben Kuranyi nach einer butterweichen Flanke Jermaine Jones’. Direkt danach drückte Schalke auf das 2:0, aber nicht lange und konstant genug, so dass der KSC wieder ins Spiel fand und auf den Ausgleich drückte.

Die Karlsruher – seit 7 Spielen ohne eigenen Treffer – gaben sich alle Mühe mal wieder ein Erflogserlebnis für sich verbuchen zu können, doch konspirative Kräfte sorgten dafür, dass Schalke das 2:0 nach einem schweren Schnitzers Millers durch den Peruaner Farfan erzielte und die Partie damit entschieden war.

Schlussendlich sehen beide Mannschaften ausgesprochen nüchtern zum nächsten Spieltag, was für Schalker Verhältnisse eher ungewöhnlich ist.

TSG Hoffenheim 1899 0-3  VFL Bochum

Höhöhö

* Zufrieden schaut der Autor des Artikels zum Ergebnis dieses Spiels.*

Die TSG hatte es in der Rückrunde nicht geschafft die Leistung darzubieten, die sie in der Hinrunde gezeigt hatte. In dieser nämlich hätte man dieses Spiel noch als klare Angelegenheit gesehen. “Ja, zerschmettert hätten die die Bochumer” oder “Die hätten sich in Rausch und Ekstase geschossen, die Hoffenheimer” wären durchaus Gedanken gewesem, die Fußballbegeisterte noch vor ein paar Monaten noch gehabt hätten. Doch so schnelllebig wie das Fußballgeschäft ist, kam es nun zu einem 3:0 für die Bochumer, die durchaus effizient gespielt haben.

In der ersten Halbzeit behielten die Hoffenheimer eindeutig die Oberhand. Mit schnellen und meist präzisen Angriffen setzten sie die Abwehr der Bochumer unter Druck, konnten aber aufgrund mangelnder Chancenauswertung keinen eigenen Treffer für sich verbuchen. Im Gegensatz zu den Bochumern, denen es in der 42.Minute beim ersten Angriff (der irgendwie auch keiner war) gelang den Führungstreffer zu erzielen. Der Torschütze war Sestak, welcher wiederum nur nach einem Schussversuche Onos aus der zweiten Reihe angeschossen wurde und den Ball ins Tor lenkte. Im Anschluss nach der Pause bewies nun der VFL, dass er ebenfalls Fußball spielen konnte. Zu Beginn der zweiten Halbzeit spielten die Bochumer stärker auf und übernahmen mehr Spielanteile. Dafür wurden sie auch ziemlich früh in der 55.Minute mit einem Tor Sestaks belohnt. Nichtsdestotrotz (ich steh einfach auf dieses Wort) war Hoffenheim bis dahin die bessere Mannschaft. Das Spiel jedoch sollte einen Negativ-Höhepunkt erleben als in der 59. Minute Carlos Eduardo eine Tätlichkeit begann und daher zurecht mit der Roten Karte vom Platz geschickt wurde. Den zweiten Negativ-Höhepunkt sollte es schon nicht mal 2 Minuten danach geben als Haas, der Ersatztorhüter der TSG, Sestak mit einer Notbremse vom Boden holte, der sich glatt in der Luft einmal überschlagen hatte und brutal auf den Boden gelandet war. Haas wurde ebenfalls vom Platz gestellt und Sestak konnte weiterspielen. Der Slowake konnte sich auch später gleich dafür rächen, in dem er von Freier, der zuvor die Verteidigung der Hoffenheimer ausgetanzt hatte, bedient wurde und nur den Ball ins Tor einschieben musste.

Auf gut Deutsch: Hoffenheim spielt nicht mehr so gut auf wie zuvor, womit man zugeben muss, dass ein wenig Fußballqualität verloren ging. Bochum jedoch konnte wichtige Punkte im Kampf gegen den Absturz sammeln.

Hannover 96  2-0  Hertha BSC

Ebenso wie die Hoffenheimer hatte Hertha BSC in letzter Zeit auch einen Durchhänger. Die letzten beiden Spiele hatten sie verloren, was letzte und vorletzte Saison eigentlich niemanden wirklich interessiert oder überrascht hätte. Jedenfalls wollten die Hauptstädter in Person Andrej Voronins wieder 3 Punkte einfahren um doch noch unterbewusste Wünsche nach der deutschen Meisterschaft in Erfüllung gehen lassen zu können.

Diese Partie erinnerte ein wenig an das UEFA-Cup Duell des Donnerstags zwischen dem HSV und Manchester City. Wie schon 2 Tage zuvor fand ein Spielhöhepunkt in der 1.Minute statt. Der Gegensatz zu dem Spiel der Hanseaten war jedoch, dass die Hertha nicht in Führung gegangen ist, sondern es nur zu einem Lattenschuss Raffaels gebracht hatte. Das Tor nämlich viel erst später auf der anderen Seite. Der in Hannover geknechtete Ex-Schalker Mike Hanke traf nach einer schönen Flanke von Rausch per Kopf in der 30.Minute zum 1:0. Beim zweiten Treffer zum 2:0 quetschten die Niedersachsen den Ball förmlich ins Tor.

Und wieder kam es in einem Spiel heute zu einem traurigen Höhepunkt für den der sonst so gelobte Voronin sorgte. Der im Spiel unauffällig gebliebene Ukrainer bekam dann in der 89.Minute alle Aufmerksamkeit, nachdem er eine Tätlichkeit begangen hatte und deshalb vom Platz gestellt worden war. Somit war es wohl vorerst mit Titelträumen in der besten Stadt der Welt.

FC Bayern München  4-0  Eintrach Frankfurt

Die Hessen, die eigentlich Fußball Club Frankfurt heißen sollten, hatten die Rückrunde noch nicht viel mit Abstiegskampf zu tun, was sich aber im Falle einer Niederlage schnell ändern könnte. Die Bayern auch nicht, womit man aber irgendwie rechnen konnte. Ebenfalls rechnen konnte man damit, dass Barcelona gewinnt, eher weniger jedoch damit, dass sie die erste Halbzeit die Bayern nicht nur ausgespielt, sondern auch vernichtet, blamiert und gedemütigt haben.

Im Kampf in der Bundesliga heißt es daher ganz klar, dass sich die Bayern wohl nur noch auf die Meisterschaft konzentrieren können, die nach der Niederlage in Wolfsburg schon mal spannender gemacht wurde. Gegen die Frankfurter musste nun ein Sieg her, und ein klarer damit Klinsmann seine Trainerposition behaupten kann. Und als ob es das leichteste auf der Welt wäre, schoss Ribery, der am Mittwoch noch ziemlich blass geblieben war, das Tor zum 1:0 in der 3.Minute von der Strafraumgrenze, ohne dass ein Verteidiger ihn ernsthaft attackiert hatte. Somit war der erste Torschuss gleich im Tor (kennt man doch irgendwoher von kleinen, argentinischen Halbwüchsigen). Statt sich erstmal mit diesem Treffer zu begnügen, legten die Bayern nach.  Munter in Richtung des Frankfurter Tores (gibts in Berlin – Friedrichshain) kam es dann in der 17. Minute zu einem Freistoß Riberys, bei dem er den Ball in den Strafraum und damit in den Lauf des völlig unbedrängten Italiener Toni hob, der den Ball zu einem zweiten Treffer der Münchener verwerten konnte. Es schien so, als ob die Frankfurter darauf zu reagieren versuchten, stellten sich aber sehr zaghaft an, so dass die Offensivbemühungen nicht viel gebracht hatten. Stattdessen ging es weiter in Richtung Tor der Hessen. Wieder durch eine Standardsituation schepperte es im Frankfurter Kasten. Nach einer Hereingabe Schweinsteigers, köpfte Lucio zum 3:0 in der 36.Minute. Der ansonsten auffälige Schweinsteiger, der eine starke Partie machte, konnte nach dem Seitenwechsel noch sein Tor machen, auch wenn es ein Abstauber war, nachdem Nikolov einen Schuss Tonis nur zur Seite abprallen ließ, wo der Nationalspieler bereit stand und nur einschieben hatte.

Der Rest des Spiels verlief größtenteils ereignislos und hatte daher keine Besonderheiten. Somit hatten sich die Bayern Dragolsav Stepanovics Satz “Lebbe geht weida” zu Herzen genommen und selbst großartig aufgespielt. Zugegeben nicht so überirdisch wie die Katalanen aber durchaus gleichziehend.

Borussia Mönchengladbach  1-2  VFL Wolfsburg

VW-Hochburg Wolfsburg…Einst ödes “Kulturland” irgendwo in Niedersachsen, wo es niemanden interessiert.

Offensiv-Hochburg Wolfsburg…Jetzt Tabellenführer der Bundesliga am Ende der Saison, den besten Sturm und Torschützen stellend.

Und nach dem glorreichen Sieg gegen die Bayern am vergangenen Spieltag hätte man heute mit einer kraftvoll betonierten Breitseite der Gladbacher gerechnet. Das Spiel jedoch sollte noch etwas anders verlaufen…

Die Borussia dominierte das Spiel in der ersten Hälfte stark. Sie setzten sich in der Wolfsburger Hälfte fest und versuchten den ersten Treffer zu erzwingen. Vor allem der auffällige Marin, mit jungen 20 Jahren praktisch schon Chef der gesamten 11, hatte dem Spiel seinen Stempel aufdrücken können, ohne dass etwas Zählbares dabei heraussprang. Anders als die Niedersachsen, die mit ihrer ersten ernsthaften Chance in der 21.Minute durch Dzeko in Führung gingen. Gladbach gab sich dann Mühe umgehend die Antwort zu geben, jedoch fanden die Niedersachsen besser ins Spiel und es sollte ein Weilchen dauern ehe wieder etwas Wertvolles heraussprang. In der Zeit bewies der Gladbacher Innenverteidiger Dante, dass heute nicht sein Tag war. Mit schlechten Abwehrleistungen und ungeglückten Offensivaktionen hatte er seine Mannschaft das ein oder andere Mal in Schwierigkeiten gebracht. Und der Brasilianer sollte es auch bleiben, der im weiteren Spielgeschehen eine wichtige Rolle einnehmen sollte. Nach einem Freistoß Marins in den 16er war es dieser Dante, der zum Ausgleich köpfte. Eine Leistung zwischen Genie und Wahnsinn, die für die niedersächsischen Mittellandkanalbewohner im Glück enden sollte… In der Schlussphase wurde das Spiel offen, jedoch drückte der VFL eher auf den Siegtreffer als die Gladbacher. Und wieder war es Dante, der für die Spielentscheidung sorgen sollte. Nach einer schlechten Abwehr konnte Sascha Riether zum 2:1 abstauben und seiner Mannschaft zum Sieg verhelfen.

Der Dante hätte meiner Meinung nach heute eine glatte 5 bekommen, aber auch nur keine 6, weil er zur richtigen Zeit am richtigen Ort stand und seiner Mannschaft noch einen positiven Ausgang des Spiel ermöglicht hatte. Durch seine fatalen Abwehrfehler jedoch, war auch dieses Vorhaben Geschichte.

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21. Spieltag – Tag der schönen Tore

Bäm Man am 22. Februar 2009

Meine sehr geehrten Kabinengang-Leser,

Es ist nun wieder soweit. Die allseits berüchtigte und ebenso umstrittene Spieltaganalyse vom LEX-Arschloch höchstpersönlich ist wieder zu lesen. Und wie es der Zufall so will, habe ich sogar morgen dahingehend ein Jubiläum zu feiern:

Am 22.02.2007 fand ich diese komisch, grüne Seite einfach nur, weil mir meine Tante davon erzählt hat, Fußball tippen zu können. Damals konnte ich an keinen kommerziellen Tippspielen mitmachen, da ich keine 18 war (was  mir zugegebenermaßen immer noch nicht [legal] möglich ist) und habe somit nach irgendeinem unkommerziellen Tippspiel gesucht.

Ergebnis: Meine Anmeldung bei Ligaexperte.de vor nun (fast) genau 2 Jahren. Nicht auszudenken, wie schnell die Zeit vergeht und wie sich diese Seite geändert hatte. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir in der Zeit einige Mitglieder, mit denen ich gut  oder auch gar nicht diskutieren konnte. Einige Mitglieder, mit denen ich lachen konnte, mich gemeinsam für das Niveau im Forum einsetzen (wofür ich mich selbst mal NICHT auszeichnen würde, da mir dazu die Ausdauer gefehlt hatte), oder auch mit denen ich mich über kleine Kinder belustigen konnte, die unbedingt der gesamten Welt kund tun wollten, dass Christiano Ronaldo ihr Lieblingsspieler sei.

Im Allgemeinen möchte ich mal einige dieser Mitglieder nennen, die mir positiv in Erinnerung geblieben sind.

Da wären an erster Stelle mal zu nennen Flitzer ( die Forumsputze ), Carround ( der Bochumer, der sich einst echt die Mühe gemacht hatte und einen Newsletter zur Tippverbesserung an Einige geschickt hatte), Hacky (BVB – Fan, der somit nicht weiß, was für ihn gut ist [sich aber auch nicht für Ironie zu schade ist]), Tippex (mit dem ich ein Privat-Duell in Sache Allstars habe), Stampfi (den ich eigentlich nicht leiden sollte, da seine Mannschaft meiner den Titel gestohlen hatte), Kane (meine Sekretärin), LucDerChief (dessen Beiträge ich garantiert immer lese, da er meiner Ansicht nach sehr reif beurteilt), Ze Schorschado (dessen aufmunternde Worte ihr es zu verdanken habt, dass ihr das hier lest) und zu guter letzt Lendo (von dem man leider nicht mehr viel liest, jedoch habe ich von ihm das Wort Schweinebesteiger).

Ebenso bin ich auch an der ein- oder anderen Stelle angeeckt. So hatte ich gewisse Streitigkeiten mit der Kindergartengruppe und dem Breisgau und jeweils Intermezzos mit Dunkel-Berlin Hohenschönhausen und den Rostockern. Hier möchte ich nun fairerweise keine Namen erwähnen, da ein gewisser Grundrespekt trotz aller Feindlichkeiten bleiben sollte. Diejenigen werden sich bestimmt angesprochen fühlen, doch hoffentlich eher schmunzeln, als es mir übel zu nehmen.

Und was wäre ich denn für ein Liga-Experte, wenn ich Purado und Baster nicht erwähnen würde. Die zwei werden sich mit Sicherheit auch denken, dass es von mir jedes Mal die selbe Leier ist und ich auch nichts anderes mehr kann, aber: Vielen Dank!

Nun gut, diese Passage ist nun doch länger geworden, als geplant, doch widme ich mich jetzt einfach mal dem, weswegen ich jetzt überhaupt auf der Tastatur herumklimper’.

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21.Spieltag

Nun – lang’ ist’s her. Die Tabelle vom Spieltag zuvor, sollte mich als Berliner eher stolz machen, doch ist dies nicht so. Warum? Darauf werde ich noch zu sprechen kommen…

Jedoch ist es mir lieber – wie einige schon wissen werden -, dass ich jede andere Mannschaft lieber auf dem ersten Platz sehen würde, als Hoffenheim. Somit konnte mir die Hertha nur einen Gefallen tun, als sie sich am 20.Spieltag auf den ersten Platz festgesetzt hatte und es nun doch wagt in den intimsten Regionen des Wunschdenkens an die Meisterschaft zu glauben. Somit fielen die Schweinwerfer gleich auf mehrere Mannschaften:

Was war mit den Bayern los? Was war mit der Hertha los? Hat die Spitzenmannschaft  “Hopp”enheim bald ein Ende? Und wie schlagen sich die Problemkinder Schalke und Werder?

Wie meine Spieltaganalyse es vorsieht, – und wie es eigentlich richtige heißen sollte: Spieltagrezession – werde ich auf all diese Punkt eingehen und dabei auf  schöne Tore stoßen, auf die wirklichen frühen 30-er Jahre, die sich in München zu wiederholen scheinen und auf alte Schlitzohren. Ebenso werde ich über noch mehr schöne Tore stolpern, über den Nachfolger Bruce Lees, über Fans, die immer Idioten bleiben werden und über Cottbusser Fußballer, die man eigenhändig zusammenschlagen möchte. Auch dabei werden schlechte Schiedsrichterleistungen sein, erflogreiche Debütanten und Einschätzungen Stuttgarter Fußballer, die meiner Meinung nach in die Annalen eingehen sollten. (A.d.R: Ich liebe diese Redewendung) Und am Ende werde ich aus dem Staunen nicht mehr herauskommen.

(Die Reihenfolge der Spiele wird die selbe der Sportschau sein)

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FC Schalke 04  1 – 1  Borussia Dortmund


Das Ruhrschrottderby (wie man im Forum lesen durfte) hat seine ganz eigene Geschichte, auf die ich jetzt gar nicht so genau eingehen möchte. Dennoch ist es als “das Derby” schlechthin bekannt und begeistert und verzweifelt doch immer wieder wehleidige Schalker und tiefstapelnde Dortmunder.

Highlight dieser Begegnung war wohl das schöne Tor, des bekanntesten Nichtskönner Deutschlands Kevin Kuranyi. Der Führungstreffer des brasilianisch-ungarisch-costa ricanischen-Deutschen in der 20. Minute hätte zum Grundstein für ein erfolgreiches Derby zugunsten der Gelsenkirchener werden können, was es bis zur 81. Minute auch war. Dummerweise hatte Lispelkönig Kevin vergessen ein weiteres Tor zu schießen, um den Sieg sicher zu machen, weshalb sich sich Mohammed Zidan als Prophet für den BVB herausstellte und den Ausgleich erzielte. Im Nachhinein musste – wie der Kommentator richtig erkannte – Höwedes noch “den Kopf hinhalten”, da durch seinen Einsatz er wohlmöglich sogar noch die Dortmunder Führung verhinderte. Sicher ist, – dass dann wohl Müller seinen Kopf hätte hinhalten müssen.

Doch ohnehin irrt Schalke diese Saison etwas Kopflos durch die Liga, was Jürgen Klopp meiner Meinung nach gut eingeschätzt hatte: “Wir (der BVB) wollen dahin, wo Schalke sein müsste.” Die Schalker schätzten ihre Situation so ein:

kopflos Wie das in Zukunft mit den Schalkern sein wird, kann aber auch ich   nicht prognostizieren…

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Borussia Mönchengladbach  3-2  Hannover 96


Nun ja, das Ergebnis verrät wohl alles, oder? Falsch! Halt nur, wie es ausgegangen ist…

Hannover 96 war in der ersten Halbzeit klar die bessere Mannschaft, die mehr Zug zum Tor hatte und auf den Führungstreffer drängte. Nur gut für die Borussia, das Forssell nicht als Weltbester Torschütze bekannt ist. Der Finne hatte somit es verpasst, ebenso wie öfters seine Mitspieler, den Führungstreffer für die Niedersachsen zu erzielen. Genutzt hatte das jedoch Gladbach, die in Baumjohann ihren Held für diesen Spieltag sehen dürfen. Mit einem wunderschönen Treffer in der 36.Minute bretterte er die Führung für die Borussia ins Tor der 96er. Wenn man solche Szenen sieht, wundert es mich schon gar nicht mehr, wieso Bayern sich ihn gekrallt hatte. Bisher war es mir ein Rätsel, doch jetzt kann ich es zumindest nachvollziehen.

In der Eile hatten die Verteiger der Hannoveraner wohl den kleinen Marin übersehen, der daher zum 2:0 in der 43. Minute einnetzen konnte.

Nach der Pause bewiesen die Spieler Hannovers jedoch große Moral und kamen nochmal mit einem schönen Tor Pintos und einem von Christian Schulz zurück. Die Schlacht wurde daher offen geschlagen, was aber zu einem Sieg der Borussia führte dank des alten Schweizer-Deutschen Oliver Neuville. Für die Gladbacher bedeutet das Hoffnung im Abstiegskampf und für Hans Meyer, dass es ihm nun ein wenig besser als “Scheiße” geht.

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Karlsruher SC  0-1  Eintracht Frankfurt

Die Spieler beider Mannschaften wirkten auf mich, als ob es ihnen um nix gegangen wäre. Natürlich war dies nicht der Fall, doch ist Aussage und Wirkung ja immer etwas verschieden.

Gleich am Anfang kam der Kommentator auf den jungen französischen Verteidiger Bellaid zu sprechen, was mir eine Art Erinnerungslücke wiederbeschaffte und sie schloss. Ich erinnerte mich: In den ersten Spielen dieser Saison fiel mir bei den Frankfurter Verteidigern ein junger Franzose auf, der gute Leistungen gebracht hatte und dem ich es demnach sogar zugetraut hätte in einigen Jahren – bei gleichbleibender Leistung – in die Nationalmannschaft seines Landes aufsteigen zu können (falls man das aufsteigen nennen darf – bei den Franzosen…).  Kurzum: Nix da! Bellaid hatte den totalen Leistungsabfall und stand auch am Main unter Kritik.

Die Bengalischen Feuer in den Frankfurter Reihen möchte ich nicht unerwähnt lassen: IDIOTEN! Das hat nichts mit Fankultur zu tun! Ich verachte diese Menschen, die ANDERE durch ihre Dummheit gefährden. Leider gibt es diese Versager überall. Doch will ich sie nicht weiter beachten, da sie wahrscheinlich genau dann sinnen

Im Gegensatz schaffte Frankfurter den Siegestreffer durch ihren kleinen Prügelknaben Ciao, der den Ball ins Tor des Karslruher Miller hob und sich somit zu den Torschützen dieses Spieltages einreihen konnte. Danach wollte der KSC noch den Ausgleich, der ihnen aber verwehrt blieb. Daher kann die Eintrach sich mit diesem Sieg glücklich schätzen.

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Energie Cottbus  2-1  Werder Bremen

Crime Time in Bremen – womit ich eigentlich nichts weiter als Krisenzeit meine. Die Flut der schlechten Ergebnisse ließ die Spieler von der Weser in ein Hochwasser versinken, aus dem sie einfach nicht herausgestrampelt kommen und stattdessen im unteren Mittelfeld der Tabelle herumtümpeln.

Trotz einer langweiligen ersten Halbzeit, sah es  gut aus für die Werderaner – Almeida köpfte in der 46. Minute zur Führung, was die Bremer nur noch hätten ausbauen oder verwalten müssen.  Doch dann kam Iliev!

Der Cottbuser traf nach einem Hin-und Her in der Bremer Hälfte zum Ausgleich. “Aha…”- dachte ich mir. Doch bereits wenige Minuten später war mir der Serbe bereits tief unsympathisch. Nach einen Zweikampf mit Fritz im Bremer Strafraum fiel Iliev mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden und forderte direkt danach einen Elfmeter. Nur lag keine Berührung oder ähnliches vor – und umso fassungsloser war der Cottbuser, als er dann keinen Elfmeter bekam. Wenn ich sowas sehe, bekomme ich Aggressionen! (Mal ehrlich gesagt: Dazu noch die Fresse von dem Typen und mir juckt es in der Faust!)

Nebenbei hatten die Lausitzer viele versteckte Fouls im Spiel, was mich zu dem Schluss kommen lässt, dass sie heute einen ziemlich hinterfotzigen Fußball gespielt hatten. Dank eines Tores in der Schlussminute durch Rangelov gewannen die Cottbusser, was sie moralisch gesehen aber gar nicht verdient hätten.

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Arminia Bielefeld  1-1  VFL Bochum

Ein Spiel, das nicht nur diese Saison für den Abstiegskampf steht. Heute  schien es lange Zeit, dank des Führungstreffer Klimowiczs in der 30. Minute , so, als ob die Bochumer das Duell für sich entscheiden könnten. Die Arminia hatte nämlich bis auf Wichniarek nicht viel entgegen zu setzen. Bei den Bielefeldern gibt es nämlich nur entweder ER oder Niemand. Das erinnert mich irgendwie an das Lied von ‘Der Firma -Die Eine’. Für den Polen hätten sie es sicherlich noch modifiziert, aber egal. Wer nicht weiß, was ich meine, bitte:

(Nebenbei: Ein sehr schönes Lied – Auch wenn es einem damals aus den Ohren hing)

Und erstaunlicherweise traf dann doch noch jemand anderes als Wichniarek. Lange Zeit hielt man es für ein Gerücht, dass die Arminia noch andere Spieler hätte, ebenso wie man es für ein Gerücht hielt, dass Bielefeld überhaupt existiert, doch die Bochumer sollten sich wundern! Mijatovic traf in der Schlussphase für seine Mannschaft zum Ausgleich und sicherte den Bielefeldern damit einen Punkt. In der letzten Minute hatte der Japaner Ono noch für die Bochumer die Chance zum Siegtreffer, dessen Schuss Eilhoff aber klären konnte.

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VFL Wolfsburg  2-1  Hertha BSC

Also ersteinmal: xD HAHAHA – Wie die damals in den 30ern gejubelt haben. Ist ja richtig süß, wie die damals gesprungen sind und sich gefreut haben.

Nun ja, *räusper*, kommen wir zum Spiel:

Das Spiel fing unterhaltsam an. In der 30.Minute hatte Hertha ihr erstes Tor erzielt, was aber nicht gegeben wurde. Grund war ein Foulspiels Rodneis an einen Wolfsburger Verteidiger, womit dieser gehindert war den Ball bei der gegeben Ecke hinauszuköpfen, wodurch Cicero die Chance hatte zum Tor zu köpfen, was ihm auch gelungen war. Die Entscheidung des Schiedsrichters war fair, auch wenn es schade für die Berliner war. Danach geschah erstmal eine Weile lang nichts (interessantes)…

In der zweiten Hälfte zeigte sich dann wieder die hochgelobte Effizienz der Berliner: Cicero traf in der 62. Minute noch doch zur Führung. Die Wolfsburger jedoch gaben sich nicht geschlagen und so kamen sie zu der ein- oder anderen Torchance. Die Antwort der Wolfsburger ließ aber nicht lange auf sich warten und so erzielte der Bosnier Dzeko in der 72. Minute bereits den Ausgleich. Er war es auch, der den umstrittenen Führungstreffer für die Niedersachsen erzielte. Ich nenne das Ironie des Lebens: Wegen des selben Regelbruchs (Stürmerfoul) wurde Ciceros Tor in der ersten Halbzeit aberkannt, das des Wolfsburgers aber nicht. – Ungute Szene für den Schriri, der sich im Anschluss nicht dazu äußern wollte – Feigling!

Trotz des gestohlenen Punktes, war nach dem Spiel aber Fair-”Play” angesagt und die Herthaner waren sich nicht zu fein mit den Spielerns des VFL im Nachhinein noch auf dem Platz zu stehen, Trikots zu tauschen usw… Voronin blieb in diesem Spiel auffällig unauffällig. Dieser Partie konnte er leider nicht seinen Stempel aufdrücken, was ihm in Poker mit der Hertha sich etwas genützt hätte.

Nichtsdestotrotz ist diese Mannschaft Herthas für mich keine typische Berliner Mannschaft. Dafür fehlen ihnen Temperament und Türken…

(Spaaaaaß)

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FC Bayern München  1-2  1.FC Köln

Zugegeben: Letztes Jahr hätte ich dieses Ergebnis mit einem Schmunzeln betrachtet. Doch wenn man diese Saison befürchten muss, dass eine Mannschaft wie Dopenheim (dazu komme ich noch) Meister wird, betrachte ich diese Ergebnis mit einem besorgten Gesichtsausdruck. Ebenfalls zugegeben: Ich bin Gewohnheitstier. Doch was sich heute in der Allianz-Arena abgespielt hat, ist nicht gewohnt.

Bayern hatte immer gewonnen. Manchmal erst in der letzten Minute und unverdient, aber es war einfach normal!

Die Kölner haben heute Podolski spüren lassen, dass er zu ihnen gehört, der sogar in der Startelf der Bayern stand, auch wenn das auf die Verletzung Tonis zurückzuführen war. Podolski & Köln – Eine Liebe die niemals endet. A never ending love story. Sie sind wie Bonnie & Clyde, wie Duck & Carry, wie Duck & Pizza, wie Donald & Dagobert…einfach unzertrennlich.


Im Spiel selbst konnte er keine Akzente setzen, im Gegensatz zu Klose, dessen Tor – Überraschung! – komischerweise nicht gezählt hatte, obwohl die Kopfballverlängerung von einem Kölner (in Person McKennas) kam und der Treffer somit regulär war. Da hatte der Kommentator es richtig eingeschätzt, dass die Bayern um ihr Tor betrogen wurden. Und man kommt wie angekündigt auch aus dem Staunen nicht mehr heraus: Es stand 1:0 für die Kölner. Der Franzose Ehret erzielte den Treffer, nachdem er von Demichelis nicht genug bedrängt wurde und an Rensing vorbei ins Tor schieben konnte. Die Bayern sind wohl nicht mehr, was sie einst waren, denn…

HoPpA! Die erstaunte Stirn runzelt sich wieder: Die Kölner konnten ihre Führung durch Brosinski zum 2:0 ausbauen, der nebenbei sein Debütspiel absolvierte. Für den Jungen ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Er wurde von Vucicevic bedient, der Lahm vernascht hatte, als wäre der auf Krücken unterwegs gewesen. Van Buyten konnte nochmal zum Anschlusstreffer kommen, was schlussendlich aber nicht mehr gereicht hatte. Das Bayern-Star-Ensemble hatte verloren, Riberys Leistung war ebenso schwach wie die Einschätzung des Schiedsrichters beim Tor von Klose und der Daum sah bei seinem Jubelsprung genauso aus wie die Spieler der Hertha aus den 30-ern. Die Ähnlichkeit war echt verblüffend!

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VFB Stuttgart  3-3  TSG 1899 Hoffenheim

Scheiß die Wand an! Doping? Na…Wer wird denn da?

Also erstmal muss ich die Sache mit “Dopingheim” ganz fachjournalistisch zurücknehmen. Es liegt kein Beweis gegen Hoffenheimer Spieler vor, dass diese verbotene Substanzen zu sich genommen haben sollen. Das Problem liegt in den Richtlinien der Dopingkontrolle, die durch die Spieler Andreas Ibertsberger und Christoph Janker gebrochen worden seien.  Straftat: Sie waren 10 Minuten zu spät zur Dopingkontrolle! Trotz dieses – meiner Meinung nach – Kavalliersdeliktes droht den beiden Spielern eine 1-jährige Sperre, wie es in Italien erst zwei Profifußballern ergangen ist. Ernste Sache!

Kommen wir deshalb schadenfroh und gut gelaunt zum Spiel…

Das erste Highlight dieses Spiels war auch gleich der Führungstreffer für die Hoffenheimer in der 24.Minute durch den Senegalesen Demba Ba Ba Ba. Dank der unzureichenden Leistung Lehmanns in dieser Szene und dessen Grauen Star konnte der Schwarz-Afrikaner zum 1:0 für die Badener ausholen. Die Schwaben trafen jedoch dank Cacao direkt zum Ausgleich nur 2 Minuten später, der erst sein 2.Saisontor erzielte.

Danach gab es eine sehr unschöne Szene: Der Hoffenheimer Salihovic trat Boka übel um, der mit einem Verdacht auf ein Muskelverletzung vom Spielfeld getragen wurde. So wie es in den Jackie Chan filmen immer mit den vielen Chinesischen Karatekämpfern passiert, weshalb ich glaube, dass jeder von denen irgendeine ostasiatische Kampfkunst beherrschaft. Nun ja, ich komm vom Thema ab…Dennoch war das eine üble Szene, für die der Bosnier nachträglich gesperrt werden sollte, wie ich finde.

Gomez traf dann für die Stuttgarter zur Führung, der in der Bundesliga eine echt gute Leistung zeigt. Er ist soetwas wie der umgedrehte Podolski, der nur in der Nationalmannschaft nichts reißen. So wie Kevin Kuranyi in jedem Wettbewerb, halt nur, dass Gomez es in der Bundesliga schafft aufzutrumpfen.

Der Senegalese von vorhin hatte denn auch wieder den Ausgleichstreffer geschossen, was aber durch Gomez wieder in den Schatten gestellt wurde, mit dessen schönen Tor er den Torhüter der Hoffenheimer schön verarscht hat. Den endgültigen Ausgleich schoss dann – na, wer? – richtig! BAAAA

Ansonsten gibt es noch zwei Dinge, die zu erwähnen wären und mir irgendwie gefallen haben:

Zum einen Jens Lehmann. Der Hoffenheimher Salihovic hatte seinen Schuh vor dem Strafraum Lehmanns verloren und war ohne diesen weitergelaufen. Der Torhüter bekam das mit, ging zum Schuh hin, nahm ihn in die rechte Hand und lief zurück, um den Schuh aufs Tornetz zu werfen. – xD Lehmann die Sau -> Das ist grob unsportlich, aber dennoch ungemein amüsant. (Am Ende trat Salihovic einen Elfmeter, den dieser verschossen hatte – vielleicht hatte der Schuh nicht richtig gesesen)

Und zum Schluss der Spielanalyse möchte ich folgendes Interviefragment zwischen Mario Gomez und einem Journalisten der ARD wiedergeben:

Jour.: “Was wäre gewesen, wenn Hoffenheim hier noch 4:3 gewonnen hätte?

Gomez: “Total unverdient!”

Jour.: “Warum?”

Gomez:”Weil sie unsympathisch geworden sind!”

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Damit bilde ich den Abschluss meiner Spieltaganalyse. Man, ich hab ja schon fast vergessen wie viel Arbeit darin steckt. Erst die kreativen Gedanken, dann das alles aufschreiben – ich habe vier Stunden hier dran gesessen. Irgendwann lasse ich mir das vergütern, doch bis dahin hat es noch Zeit…

Ich möchte mich dennoch entschuldigen, dass es solange gedauert hat, ehe ich eine neue Spieltaganaylse verfasst habe. Dank der Schule habe ich jetzt immer mehr um die Ohren und mein Privatleben möchte ich auch nicht vernachlässigen. Also – nehmt es mir nicht übel.

Bäm Mans GeheimTipp der Woche: Die Filme der Cube-Reihe. (Umfasst: Cube, Hypercube & Cube Zero) Aufwühlende Dialoge und eine Frage jagt die Nächste – Ungemein interessant und spannend.

Wortzahl: 2994

Weinen sie häufig? Fühlen sie sich einsam und verlassen? Leiden sie unter Depressionen? – Prüfen sie ihre Wade bei Dr.Klinsmann!

Bäm Man am 31. Januar 2009

Meine sehr geehrten Kabinengang-Leser,

 

so kommt es nun, dass ich hier sitze. Es ist kurz vor 17 Uhr und ich schreibe an dem LapTop meiner Tante und meines Onkels im untersten Bayern, nachdem ich aktiv den Treibhausgaseffekt mit einem 50-Minuten-Flug von Berlin-Tegel nach München unterstützt und somit zur ultimativen Wärme-Apokalypse beigetragen habe. Warum? Weil mir der Winter zu kalt war!

Übrigens habe ich festgestellt, dass ich in den meisten meiner Artikel die Fußballwelt mit Essen vergleiche. Ich weiß selbst nicht warum, da ich ein doch eher sportlicher Typ und auch nicht grenzenlos verfressen bin. Halt nur, wenn ich gerade vom Training komme. Und ich bin auch kein Hobby-Koch oder etwas dergleichen. Nun ja, dennoch schreibe ich jetzt als Entschuldigung dafür heute den Spieltag leider nicht analysieren zu können. Dass ich Urlaub mache, ist nicht der Grund dafür (ihr dürftet mich schelten, falls ich das jenals als Begründung angeben werde), sondern mein Vorhaben Zeit mit meiner Familie zu verbringen, da man sich doch leider viel zu selten sieht. Ich bitte um Verständnis bei meinen Stalkern und Groupies.

 

Kommen wir nun zum Geschehen:

Noch am Flughafen in München stand ein großer Breitbildfernseher, der mir verriet, dass Hamburg in der 77.Minute 1:0 gegen die Bayern führte. “Na ja, es ist noch locker eine Viertelstunde zu spielen, also werden die Bayern ja wenigstens das Remis-Tor machen“, dachte ich mir und verließ gelangweilt mit eiserner Miene den Flughafen in Richung Ausgang. Umso erstaunter war ich dann, als ich in der Zeitung lesen durfte, dass es beim 1:0-Stand für die Hanseaten geblieben ist.

Im Internet habe ich mich erstmal über den Spielverflauf und über die Trainer- & Spielerstimmen informiert. Zu Rate gezogen hatte ich dann die Sportal.de-Notenvergebung und die dortigen Berichte. Während die Bild Ribery die Note 5 gab und Schweinsteiger die Note 3, vergab sportal.de jeweils einer 4 und einer 3,5.

Diese Note widerspricht sich aber selbst mit den Berichten, die sie geben. Klinsmann: “Er war ein bisschen angeschlagen, hatte Wadenprobleme. In der ersten halben Stunde war er nich präsent“, so der Trainer zu seinem Superstar Ribery, während der Wahl-Amerikaner zu seinem Kapitän in Spé – Schweinsteiger - meinte: “Die Chance von Schweinsteiger – wenn ich hundertprozentig da bin, mach’ ich ihn rein.”

Nun ja – ausnahmsweise muss ich mich mal auf die Seite der Bild schlagen, die auch NUR meinte, dass der Bayern-Trainer sich “entschuldigend” für seinen Franzosen geäußert habe. Ich weiß nicht wieso, vielleicht hat man Klinsmann zu seiner Zeit in Monaco das Gehirn mit Austern und Schnecken gestopft oder er hat – statt wie üblich einen Stock – ein Baguette im Arsch. Klar, jeder Spieler hat mal einen schlechten Tag (oder Wadenprobleme), aber dafür andere Spieler stärker kritisieren, damit sich auf den anderen nicht so eingeschossen wird, finde ich weder sporlich, noch moralisch vertretbar. Andere werden damit kein Problem haben, ob aus Vergebung, Gleichgültigkeit oder auch Symathie, doch diese Aktion finde ich hinterrücks. Ich glaube jedoch, dass das eher einen politischen Hintergrund hat. Schließlich äußerte Ribery ja zwischen den Zeilen Bayern keinen Treueschwur zu leisten und seinen Vertrag bis 2011 nicht unbedingt erfüllen zu wollen, “da er für alles offen sei.”  Somit möchte man ihn ja nicht vergraulen und schließlich geht man mit ihm ja nicht so hart ins Gericht.

Die Bayern  haben also ihr Auftaktspiel der Rückründe gegen den Feind des Nordens verloren. Was ist aber mit den Hamburgern? Feiern sie ausgelassen und lethargisch bis sie ins Krankenhaus geliefert werden? Bei Bastian Reinhardt könnte man annehmen, dass ihm die Wodka-Pulle auf den Fuß gefallen ist, auch wenn ein Mittelfußbruch dabei etwas unwahrscheinlich scheint. Dennoch wird dem HSV ihr Abwehrchef wochenlang fehlen.

So so, der Spieltag ist vorbei. Schalke hat verloren – großartig! Hoffenheim bleibt Tabellenführer, Hertha ist Tabellenzweiter.

Mein Gott und das am 18.Spieltag – Wer hätte das am Anfang der Saison noch vermutet?

Bei den Bayern wird jetzt sicher keine Selbstinszenierung entstehen, das könnte ja Ribery nicht gefallen! Also haben sie keine Krise! Dennoch die Bundesliga, wie ich finde. Ein Aufsteiger ist Herbstmeister und bahnt sich seinen Weg zur Meisterschaft. Die Nixkönner der Hertha sind Tabellenzweiter. Und die eigentlichen “Top”teams der Bundesliga stellen sich selbst ein Bein!

Demnach wünsche ich euch allen ein schönes Wochenende und falls sie Stress im Beruf haben oder ihr Chef unzufrieden mit ihnen ist, sagen sie ihm, dass es an ihrer Wade liegt.

Gute Besserung allen Lesern!

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