21. Spieltag – Tag der schönen Tore
Bäm Man am Sonntag, 22. Februar 2009Meine sehr geehrten Kabinengang-Leser,
Es ist nun wieder soweit. Die allseits berüchtigte und ebenso umstrittene Spieltaganalyse vom LEX-Arschloch höchstpersönlich ist wieder zu lesen. Und wie es der Zufall so will, habe ich sogar morgen dahingehend ein Jubiläum zu feiern:
Am 22.02.2007 fand ich diese komisch, grüne Seite einfach nur, weil mir meine Tante davon erzählt hat, Fußball tippen zu können. Damals konnte ich an keinen kommerziellen Tippspielen mitmachen, da ich keine 18 war (was mir zugegebenermaßen immer noch nicht [legal] möglich ist) und habe somit nach irgendeinem unkommerziellen Tippspiel gesucht.
Ergebnis: Meine Anmeldung bei Ligaexperte.de vor nun (fast) genau 2 Jahren. Nicht auszudenken, wie schnell die Zeit vergeht und wie sich diese Seite geändert hatte. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir in der Zeit einige Mitglieder, mit denen ich gut oder auch gar nicht diskutieren konnte. Einige Mitglieder, mit denen ich lachen konnte, mich gemeinsam für das Niveau im Forum einsetzen (wofür ich mich selbst mal NICHT auszeichnen würde, da mir dazu die Ausdauer gefehlt hatte), oder auch mit denen ich mich über kleine Kinder belustigen konnte, die unbedingt der gesamten Welt kund tun wollten, dass Christiano Ronaldo ihr Lieblingsspieler sei.
Im Allgemeinen möchte ich mal einige dieser Mitglieder nennen, die mir positiv in Erinnerung geblieben sind.
Da wären an erster Stelle mal zu nennen Flitzer ( die Forumsputze ), Carround ( der Bochumer, der sich einst echt die Mühe gemacht hatte und einen Newsletter zur Tippverbesserung an Einige geschickt hatte), Hacky (BVB – Fan, der somit nicht weiß, was für ihn gut ist [sich aber auch nicht für Ironie zu schade ist]), Tippex (mit dem ich ein Privat-Duell in Sache Allstars habe), Stampfi (den ich eigentlich nicht leiden sollte, da seine Mannschaft meiner den Titel gestohlen hatte), Kane (meine Sekretärin), LucDerChief (dessen Beiträge ich garantiert immer lese, da er meiner Ansicht nach sehr reif beurteilt), Ze Schorschado (dessen aufmunternde Worte ihr es zu verdanken habt, dass ihr das hier lest) und zu guter letzt Lendo (von dem man leider nicht mehr viel liest, jedoch habe ich von ihm das Wort Schweinebesteiger).
Ebenso bin ich auch an der ein- oder anderen Stelle angeeckt. So hatte ich gewisse Streitigkeiten mit der Kindergartengruppe und dem Breisgau und jeweils Intermezzos mit Dunkel-Berlin Hohenschönhausen und den Rostockern. Hier möchte ich nun fairerweise keine Namen erwähnen, da ein gewisser Grundrespekt trotz aller Feindlichkeiten bleiben sollte. Diejenigen werden sich bestimmt angesprochen fühlen, doch hoffentlich eher schmunzeln, als es mir übel zu nehmen.
Und was wäre ich denn für ein Liga-Experte, wenn ich Purado und Baster nicht erwähnen würde. Die zwei werden sich mit Sicherheit auch denken, dass es von mir jedes Mal die selbe Leier ist und ich auch nichts anderes mehr kann, aber: Vielen Dank!
Nun gut, diese Passage ist nun doch länger geworden, als geplant, doch widme ich mich jetzt einfach mal dem, weswegen ich jetzt überhaupt auf der Tastatur herumklimper’.
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21.Spieltag
Nun – lang’ ist’s her. Die Tabelle vom Spieltag zuvor, sollte mich als Berliner eher stolz machen, doch ist dies nicht so. Warum? Darauf werde ich noch zu sprechen kommen…
Jedoch ist es mir lieber – wie einige schon wissen werden -, dass ich jede andere Mannschaft lieber auf dem ersten Platz sehen würde, als Hoffenheim. Somit konnte mir die Hertha nur einen Gefallen tun, als sie sich am 20.Spieltag auf den ersten Platz festgesetzt hatte und es nun doch wagt in den intimsten Regionen des Wunschdenkens an die Meisterschaft zu glauben. Somit fielen die Schweinwerfer gleich auf mehrere Mannschaften:
Was war mit den Bayern los? Was war mit der Hertha los? Hat die Spitzenmannschaft “Hopp”enheim bald ein Ende? Und wie schlagen sich die Problemkinder Schalke und Werder?
Wie meine Spieltaganalyse es vorsieht, – und wie es eigentlich richtige heißen sollte: Spieltagrezession – werde ich auf all diese Punkt eingehen und dabei auf schöne Tore stoßen, auf die wirklichen frühen 30-er Jahre, die sich in München zu wiederholen scheinen und auf alte Schlitzohren. Ebenso werde ich über noch mehr schöne Tore stolpern, über den Nachfolger Bruce Lees, über Fans, die immer Idioten bleiben werden und über Cottbusser Fußballer, die man eigenhändig zusammenschlagen möchte. Auch dabei werden schlechte Schiedsrichterleistungen sein, erflogreiche Debütanten und Einschätzungen Stuttgarter Fußballer, die meiner Meinung nach in die Annalen eingehen sollten. (A.d.R: Ich liebe diese Redewendung) Und am Ende werde ich aus dem Staunen nicht mehr herauskommen.
(Die Reihenfolge der Spiele wird die selbe der Sportschau sein)
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FC Schalke 04 1 – 1 Borussia Dortmund
Das Ruhrschrottderby (wie man im Forum lesen durfte) hat seine ganz eigene Geschichte, auf die ich jetzt gar nicht so genau eingehen möchte. Dennoch ist es als “das Derby” schlechthin bekannt und begeistert und verzweifelt doch immer wieder wehleidige Schalker und tiefstapelnde Dortmunder.
Highlight dieser Begegnung war wohl das schöne Tor, des bekanntesten Nichtskönner Deutschlands Kevin Kuranyi. Der Führungstreffer des brasilianisch-ungarisch-costa ricanischen-Deutschen in der 20. Minute hätte zum Grundstein für ein erfolgreiches Derby zugunsten der Gelsenkirchener werden können, was es bis zur 81. Minute auch war. Dummerweise hatte Lispelkönig Kevin vergessen ein weiteres Tor zu schießen, um den Sieg sicher zu machen, weshalb sich sich Mohammed Zidan als Prophet für den BVB herausstellte und den Ausgleich erzielte. Im Nachhinein musste – wie der Kommentator richtig erkannte – Höwedes noch “den Kopf hinhalten”, da durch seinen Einsatz er wohlmöglich sogar noch die Dortmunder Führung verhinderte. Sicher ist, – dass dann wohl Müller seinen Kopf hätte hinhalten müssen.
Doch ohnehin irrt Schalke diese Saison etwas Kopflos durch die Liga, was Jürgen Klopp meiner Meinung nach gut eingeschätzt hatte: “Wir (der BVB) wollen dahin, wo Schalke sein müsste.” Die Schalker schätzten ihre Situation so ein:
Wie das in Zukunft mit den Schalkern sein wird, kann aber auch ich nicht prognostizieren…
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Borussia Mönchengladbach 3-2 Hannover 96
Nun ja, das Ergebnis verrät wohl alles, oder? Falsch! Halt nur, wie es ausgegangen ist…
Hannover 96 war in der ersten Halbzeit klar die bessere Mannschaft, die mehr Zug zum Tor hatte und auf den Führungstreffer drängte. Nur gut für die Borussia, das Forssell nicht als Weltbester Torschütze bekannt ist. Der Finne hatte somit es verpasst, ebenso wie öfters seine Mitspieler, den Führungstreffer für die Niedersachsen zu erzielen. Genutzt hatte das jedoch Gladbach, die in Baumjohann ihren Held für diesen Spieltag sehen dürfen. Mit einem wunderschönen Treffer in der 36.Minute bretterte er die Führung für die Borussia ins Tor der 96er. Wenn man solche Szenen sieht, wundert es mich schon gar nicht mehr, wieso Bayern sich ihn gekrallt hatte. Bisher war es mir ein Rätsel, doch jetzt kann ich es zumindest nachvollziehen.
In der Eile hatten die Verteiger der Hannoveraner wohl den kleinen Marin übersehen, der daher zum 2:0 in der 43. Minute einnetzen konnte.
Nach der Pause bewiesen die Spieler Hannovers jedoch große Moral und kamen nochmal mit einem schönen Tor Pintos und einem von Christian Schulz zurück. Die Schlacht wurde daher offen geschlagen, was aber zu einem Sieg der Borussia führte dank des alten Schweizer-Deutschen Oliver Neuville. Für die Gladbacher bedeutet das Hoffnung im Abstiegskampf und für Hans Meyer, dass es ihm nun ein wenig besser als “Scheiße” geht.
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Karlsruher SC 0-1 Eintracht Frankfurt
Die Spieler beider Mannschaften wirkten auf mich, als ob es ihnen um nix gegangen wäre. Natürlich war dies nicht der Fall, doch ist Aussage und Wirkung ja immer etwas verschieden.
Gleich am Anfang kam der Kommentator auf den jungen französischen Verteidiger Bellaid zu sprechen, was mir eine Art Erinnerungslücke wiederbeschaffte und sie schloss. Ich erinnerte mich: In den ersten Spielen dieser Saison fiel mir bei den Frankfurter Verteidigern ein junger Franzose auf, der gute Leistungen gebracht hatte und dem ich es demnach sogar zugetraut hätte in einigen Jahren – bei gleichbleibender Leistung – in die Nationalmannschaft seines Landes aufsteigen zu können (falls man das aufsteigen nennen darf – bei den Franzosen…). Kurzum: Nix da! Bellaid hatte den totalen Leistungsabfall und stand auch am Main unter Kritik.
Die Bengalischen Feuer in den Frankfurter Reihen möchte ich nicht unerwähnt lassen: IDIOTEN! Das hat nichts mit Fankultur zu tun! Ich verachte diese Menschen, die ANDERE durch ihre Dummheit gefährden. Leider gibt es diese Versager überall. Doch will ich sie nicht weiter beachten, da sie wahrscheinlich genau dann sinnen
Im Gegensatz schaffte Frankfurter den Siegestreffer durch ihren kleinen Prügelknaben Ciao, der den Ball ins Tor des Karslruher Miller hob und sich somit zu den Torschützen dieses Spieltages einreihen konnte. Danach wollte der KSC noch den Ausgleich, der ihnen aber verwehrt blieb. Daher kann die Eintrach sich mit diesem Sieg glücklich schätzen.
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Energie Cottbus 2-1 Werder Bremen
Crime Time in Bremen – womit ich eigentlich nichts weiter als Krisenzeit meine. Die Flut der schlechten Ergebnisse ließ die Spieler von der Weser in ein Hochwasser versinken, aus dem sie einfach nicht herausgestrampelt kommen und stattdessen im unteren Mittelfeld der Tabelle herumtümpeln.
Trotz einer langweiligen ersten Halbzeit, sah es gut aus für die Werderaner – Almeida köpfte in der 46. Minute zur Führung, was die Bremer nur noch hätten ausbauen oder verwalten müssen. Doch dann kam Iliev!
Der Cottbuser traf nach einem Hin-und Her in der Bremer Hälfte zum Ausgleich. “Aha…”- dachte ich mir. Doch bereits wenige Minuten später war mir der Serbe bereits tief unsympathisch. Nach einen Zweikampf mit Fritz im Bremer Strafraum fiel Iliev mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden und forderte direkt danach einen Elfmeter. Nur lag keine Berührung oder ähnliches vor – und umso fassungsloser war der Cottbuser, als er dann keinen Elfmeter bekam. Wenn ich sowas sehe, bekomme ich Aggressionen! (Mal ehrlich gesagt: Dazu noch die Fresse von dem Typen und mir juckt es in der Faust!)
Nebenbei hatten die Lausitzer viele versteckte Fouls im Spiel, was mich zu dem Schluss kommen lässt, dass sie heute einen ziemlich hinterfotzigen Fußball gespielt hatten. Dank eines Tores in der Schlussminute durch Rangelov gewannen die Cottbusser, was sie moralisch gesehen aber gar nicht verdient hätten.
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Arminia Bielefeld 1-1 VFL Bochum
Ein Spiel, das nicht nur diese Saison für den Abstiegskampf steht. Heute schien es lange Zeit, dank des Führungstreffer Klimowiczs in der 30. Minute , so, als ob die Bochumer das Duell für sich entscheiden könnten. Die Arminia hatte nämlich bis auf Wichniarek nicht viel entgegen zu setzen. Bei den Bielefeldern gibt es nämlich nur entweder ER oder Niemand. Das erinnert mich irgendwie an das Lied von ‘Der Firma -Die Eine’. Für den Polen hätten sie es sicherlich noch modifiziert, aber egal. Wer nicht weiß, was ich meine, bitte:
(Nebenbei: Ein sehr schönes Lied – Auch wenn es einem damals aus den Ohren hing)
Und erstaunlicherweise traf dann doch noch jemand anderes als Wichniarek. Lange Zeit hielt man es für ein Gerücht, dass die Arminia noch andere Spieler hätte, ebenso wie man es für ein Gerücht hielt, dass Bielefeld überhaupt existiert, doch die Bochumer sollten sich wundern! Mijatovic traf in der Schlussphase für seine Mannschaft zum Ausgleich und sicherte den Bielefeldern damit einen Punkt. In der letzten Minute hatte der Japaner Ono noch für die Bochumer die Chance zum Siegtreffer, dessen Schuss Eilhoff aber klären konnte.
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VFL Wolfsburg 2-1 Hertha BSC
Also ersteinmal: xD HAHAHA – Wie die damals in den 30ern gejubelt haben. Ist ja richtig süß, wie die damals gesprungen sind und sich gefreut haben.
Nun ja, *räusper*, kommen wir zum Spiel:
Das Spiel fing unterhaltsam an. In der 30.Minute hatte Hertha ihr erstes Tor erzielt, was aber nicht gegeben wurde. Grund war ein Foulspiels Rodneis an einen Wolfsburger Verteidiger, womit dieser gehindert war den Ball bei der gegeben Ecke hinauszuköpfen, wodurch Cicero die Chance hatte zum Tor zu köpfen, was ihm auch gelungen war. Die Entscheidung des Schiedsrichters war fair, auch wenn es schade für die Berliner war. Danach geschah erstmal eine Weile lang nichts (interessantes)…
In der zweiten Hälfte zeigte sich dann wieder die hochgelobte Effizienz der Berliner: Cicero traf in der 62. Minute noch doch zur Führung. Die Wolfsburger jedoch gaben sich nicht geschlagen und so kamen sie zu der ein- oder anderen Torchance. Die Antwort der Wolfsburger ließ aber nicht lange auf sich warten und so erzielte der Bosnier Dzeko in der 72. Minute bereits den Ausgleich. Er war es auch, der den umstrittenen Führungstreffer für die Niedersachsen erzielte. Ich nenne das Ironie des Lebens: Wegen des selben Regelbruchs (Stürmerfoul) wurde Ciceros Tor in der ersten Halbzeit aberkannt, das des Wolfsburgers aber nicht. – Ungute Szene für den Schriri, der sich im Anschluss nicht dazu äußern wollte – Feigling!
Trotz des gestohlenen Punktes, war nach dem Spiel aber Fair-”Play” angesagt und die Herthaner waren sich nicht zu fein mit den Spielerns des VFL im Nachhinein noch auf dem Platz zu stehen, Trikots zu tauschen usw… Voronin blieb in diesem Spiel auffällig unauffällig. Dieser Partie konnte er leider nicht seinen Stempel aufdrücken, was ihm in Poker mit der Hertha sich etwas genützt hätte.
Nichtsdestotrotz ist diese Mannschaft Herthas für mich keine typische Berliner Mannschaft. Dafür fehlen ihnen Temperament und Türken…
(Spaaaaaß)
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FC Bayern München 1-2 1.FC Köln
Zugegeben: Letztes Jahr hätte ich dieses Ergebnis mit einem Schmunzeln betrachtet. Doch wenn man diese Saison befürchten muss, dass eine Mannschaft wie Dopenheim (dazu komme ich noch) Meister wird, betrachte ich diese Ergebnis mit einem besorgten Gesichtsausdruck. Ebenfalls zugegeben: Ich bin Gewohnheitstier. Doch was sich heute in der Allianz-Arena abgespielt hat, ist nicht gewohnt.
Bayern hatte immer gewonnen. Manchmal erst in der letzten Minute und unverdient, aber es war einfach normal!
Die Kölner haben heute Podolski spüren lassen, dass er zu ihnen gehört, der sogar in der Startelf der Bayern stand, auch wenn das auf die Verletzung Tonis zurückzuführen war. Podolski & Köln – Eine Liebe die niemals endet. A never ending love story. Sie sind wie Bonnie & Clyde, wie Duck & Carry, wie Duck & Pizza, wie Donald & Dagobert…einfach unzertrennlich.
Im Spiel selbst konnte er keine Akzente setzen, im Gegensatz zu Klose, dessen Tor – Überraschung! – komischerweise nicht gezählt hatte, obwohl die Kopfballverlängerung von einem Kölner (in Person McKennas) kam und der Treffer somit regulär war. Da hatte der Kommentator es richtig eingeschätzt, dass die Bayern um ihr Tor betrogen wurden. Und man kommt wie angekündigt auch aus dem Staunen nicht mehr heraus: Es stand 1:0 für die Kölner. Der Franzose Ehret erzielte den Treffer, nachdem er von Demichelis nicht genug bedrängt wurde und an Rensing vorbei ins Tor schieben konnte. Die Bayern sind wohl nicht mehr, was sie einst waren, denn…
HoPpA! Die erstaunte Stirn runzelt sich wieder: Die Kölner konnten ihre Führung durch Brosinski zum 2:0 ausbauen, der nebenbei sein Debütspiel absolvierte. Für den Jungen ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Er wurde von Vucicevic bedient, der Lahm vernascht hatte, als wäre der auf Krücken unterwegs gewesen. Van Buyten konnte nochmal zum Anschlusstreffer kommen, was schlussendlich aber nicht mehr gereicht hatte. Das Bayern-Star-Ensemble hatte verloren, Riberys Leistung war ebenso schwach wie die Einschätzung des Schiedsrichters beim Tor von Klose und der Daum sah bei seinem Jubelsprung genauso aus wie die Spieler der Hertha aus den 30-ern. Die Ähnlichkeit war echt verblüffend!
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VFB Stuttgart 3-3 TSG 1899 Hoffenheim
Scheiß die Wand an! Doping? Na…Wer wird denn da?
Also erstmal muss ich die Sache mit “Dopingheim” ganz fachjournalistisch zurücknehmen. Es liegt kein Beweis gegen Hoffenheimer Spieler vor, dass diese verbotene Substanzen zu sich genommen haben sollen. Das Problem liegt in den Richtlinien der Dopingkontrolle, die durch die Spieler Andreas Ibertsberger und Christoph Janker gebrochen worden seien. Straftat: Sie waren 10 Minuten zu spät zur Dopingkontrolle! Trotz dieses – meiner Meinung nach – Kavalliersdeliktes droht den beiden Spielern eine 1-jährige Sperre, wie es in Italien erst zwei Profifußballern ergangen ist. Ernste Sache!
Kommen wir deshalb schadenfroh und gut gelaunt zum Spiel…
Das erste Highlight dieses Spiels war auch gleich der Führungstreffer für die Hoffenheimer in der 24.Minute durch den Senegalesen Demba Ba Ba Ba. Dank der unzureichenden Leistung Lehmanns in dieser Szene und dessen Grauen Star konnte der Schwarz-Afrikaner zum 1:0 für die Badener ausholen. Die Schwaben trafen jedoch dank Cacao direkt zum Ausgleich nur 2 Minuten später, der erst sein 2.Saisontor erzielte.
Danach gab es eine sehr unschöne Szene: Der Hoffenheimer Salihovic trat Boka übel um, der mit einem Verdacht auf ein Muskelverletzung vom Spielfeld getragen wurde. So wie es in den Jackie Chan filmen immer mit den vielen Chinesischen Karatekämpfern passiert, weshalb ich glaube, dass jeder von denen irgendeine ostasiatische Kampfkunst beherrschaft. Nun ja, ich komm vom Thema ab…Dennoch war das eine üble Szene, für die der Bosnier nachträglich gesperrt werden sollte, wie ich finde.
Gomez traf dann für die Stuttgarter zur Führung, der in der Bundesliga eine echt gute Leistung zeigt. Er ist soetwas wie der umgedrehte Podolski, der nur in der Nationalmannschaft nichts reißen. So wie Kevin Kuranyi in jedem Wettbewerb, halt nur, dass Gomez es in der Bundesliga schafft aufzutrumpfen.
Der Senegalese von vorhin hatte denn auch wieder den Ausgleichstreffer geschossen, was aber durch Gomez wieder in den Schatten gestellt wurde, mit dessen schönen Tor er den Torhüter der Hoffenheimer schön verarscht hat. Den endgültigen Ausgleich schoss dann – na, wer? – richtig! BAAAA
Ansonsten gibt es noch zwei Dinge, die zu erwähnen wären und mir irgendwie gefallen haben:
Zum einen Jens Lehmann. Der Hoffenheimher Salihovic hatte seinen Schuh vor dem Strafraum Lehmanns verloren und war ohne diesen weitergelaufen. Der Torhüter bekam das mit, ging zum Schuh hin, nahm ihn in die rechte Hand und lief zurück, um den Schuh aufs Tornetz zu werfen. – xD Lehmann die Sau -> Das ist grob unsportlich, aber dennoch ungemein amüsant. (Am Ende trat Salihovic einen Elfmeter, den dieser verschossen hatte – vielleicht hatte der Schuh nicht richtig gesesen)
Und zum Schluss der Spielanalyse möchte ich folgendes Interviefragment zwischen Mario Gomez und einem Journalisten der ARD wiedergeben:
Jour.: “Was wäre gewesen, wenn Hoffenheim hier noch 4:3 gewonnen hätte?
Gomez: “Total unverdient!”
Jour.: “Warum?”
Gomez:”Weil sie unsympathisch geworden sind!”
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Damit bilde ich den Abschluss meiner Spieltaganalyse. Man, ich hab ja schon fast vergessen wie viel Arbeit darin steckt. Erst die kreativen Gedanken, dann das alles aufschreiben – ich habe vier Stunden hier dran gesessen. Irgendwann lasse ich mir das vergütern, doch bis dahin hat es noch Zeit…
Ich möchte mich dennoch entschuldigen, dass es solange gedauert hat, ehe ich eine neue Spieltaganaylse verfasst habe. Dank der Schule habe ich jetzt immer mehr um die Ohren und mein Privatleben möchte ich auch nicht vernachlässigen. Also – nehmt es mir nicht übel.
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